Fußball

Nach "Flucht in Suchtmittel" Cottbuser Fenin nimmt Auszeit

Am Wochenende wurde Zweitligaprofi Martin Fenin von Energie Cottbus wegen einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert, jetzt gibt er Depressionsschübe und eine vorübergehende Medikamentensucht zu. Nun will sich der tschechische Fußball-Nationalspieler von Ärzten helfen lassen.

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Martin Fenin hat mit psychischen Problemen zu kämpfen.

(Foto: dpa)

Fußball-Profi Martin Fenin vom Zweitligisten FC Energie Cottbus wird sich wegen psychischer Probleme in ärztliche Behandlung begeben. Der 24-Jährige gab in einer Vereinsmitteilung bekannt: "Ich bin endlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mein Krankheitsbild nicht mehr allein in den Griff bekomme."

Der Stürmer, der in der Vorwoche mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus gebracht worden war, leide seit Monaten an einem "Gefühl der Resignation" und "Einsamkeit mit Depressionsschüben"."Die vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel verschlimmerten diesen Zustand und gipfelte nun in der alarmierenden Diagnose", meinte Fenin weiter.

Der Tscheche habe nach Gesprächen mit Ärzten, Eltern und Beratern um eine "Auszeit" gebeten, teilte Cottbus mit. Diesem Wunsch werden die Lausitzer nachkommen. "Es spricht für seinen Mut, mit dieser Selbstreflektion so offen umzugehen", sagte Trainer Claus Dieter Wollitz. "Martin hatte Glück im Unglück, das sollte ihm Mut machen für die bevorstehenden Wochen und Monate. Die werden hart für ihn." Fenin war erst im August von Eintracht Frankfurt nach Cottbus gewechselt und bestritt für Energie seither sechs Spiele.

Quelle: n-tv.de, dpa

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