Fußball

Staatsschutz ermittelt nach Foto Cottbuser feiern mit Ku-Klux-Klan-Kapuzen

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Energie Cottbus darf in der kommenden Saison wieder in der Dritten Liga spielen. So friedlich wie die Spieler feierten einige Anhänger allerdings nicht.

(Foto: imago/Steffen Beyer)

Einige Anhänger des Fußball-Klubs Energie Cottbus feiern den Aufstieg in die Dritte Liga auf sehr fragwürdige Weise. Wegen eines Foto, das Personen mit Ku-Klux-Klan-Kapuzen zeigt, ermittelt der Staatsschutz. Der Verein distanziert sich von der Aktion.

Weil einige Anhänger den Aufstieg von Energie Cottbus in die 3. Fußball-Liga in der Innenstadt mit weißen Kapuzen im Stil des Ku-Klux-Klans gefeiert haben, hat der kriminalpolizeiliche Staatsschutz "intensive Ermittlungen aufgenommen". Die Personen könnten unter anderem gegen das Versammlungsverbot verstoßen haben. Es kursiere ein Bild im Internet, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd. Darauf sind mehrere Personen zu sehen, die nach dem Spiel FC Energie Cottbus gegen SC Weiche Flensburg auf dem Marktplatz der Lausitzstadt weiß maskiert posierten. Zudem hielten sie ein Transparent mit der Aufschrift "Aufstieg des Bösen" in die Kamera, ein Feuer brannte.

*Datenschutz

Von der Aktion hatte die Polizei erst im Anschluss erfahren. Daraufhin sei Anzeige erstattet worden, hieß es. Zu Details der Ermittlungen wollte die Polizei keine Angaben machen. Unklar ist, wer das Foto aufgenommen hat. Von der Szene wird in sozialen Netzwerken nur eine Aufnahme geteilt.

Der Verein distanzierte sich "entschieden" von der "Darstellungsform, die menschenverachtend, abstoßend und in keiner Weise tolerierbar ist". Energie begrüßte zudem die polizeilichen Ermittlungen und versprach, "im Falle der Bekanntmachung der Personen bundesweite Stadionverbote und lebenslange Hausverbote" auszusprechen.

Friedliche Party im Stadion

"Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Personen der Stadt Cottbus, der gesamten Region und dem FC Energie Cottbus ganz bewusst Schaden zufügen wollen", heißt es in einer Stellungnahme des früheren Bundesligisten: "Wir sind zutiefst betroffen, dass einige wenige Personen durch ihr Handeln die Freude über den Aufstieg trüben und das Image von zehntausenden Energie-Fans und des Vereins beschädigen."

Cottbus hatte am Sonntag durch ein 0:0 im Play-off-Rückspiel gegen Nordmeister Weiche Flensburg die Rückkehr in den Profifußball perfekt gemacht. Im Stadion verlief die Siegesparty friedlich. Die Vereinsbosse freuten sich, und der Trainer sieht die Dritte Liga gar nur als Zwischenstation: "Eindrucksvoller kann man nicht beweisen, dass Energie Cottbus nicht in die dritte Liga gehört, sondern irgendwann mal wieder in die zweite Liga", betonte Claus-Dieter Wollitz, nachdem der Makel von zwei Jahren in der Regionalliga beseitigt war.

Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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