Fußball

Reiseland mit "gutem Wein" Darum will Klopp kein Italien-Team trainieren

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Jürgen Klopp weiß das italienische "Dolce Vita" zu schätzen - aber eben nur in der Freizeit.

(Foto: imago images/Action Plus)

Jürgen Klopp ist voll des Lobes für Juventus Turin. Das Fußballteam um Cristiano Ronaldo sei das stärkste Europas, schwärmt der Trainer des FC Liverpool. Er hält die Italiener sogar für einen potenziellen Gewinner der Champions League. Trainieren möchte er sie trotzdem nicht - aus einem völlig rationalen Grund.

Juventus Turin ist in Europa die Mannschaft Nummer eins - nach Meinung von Jürgen Klopp. Dennoch kann sich der deutsche Trainer des FC Liverpool nicht vorstellen, seine weitere Karriere in Italien zu verbringen. Er spreche schlicht die Sprache nicht, sagte er dem Sender RaiSport. Als Reiseland und für einen "guten Wein" jedoch liebe er Italien.

In der Champions League, wo Liverpool am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel beim Atlético Madrid (ab 21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) in Spanien gastiert, beschäftige er sich nicht mit dem Ausgang des Wettbewerbs: "Ich denke nicht an eine Titelverteidigung", sagte der 52-Jährige. "Wir dachten auch im letzten Jahr nicht schon früh ans Gewinnen. Wir dachten erst wirklich an den Sieg in der Champions League, als wir im Halbfinale gewonnen hatten." Vorher sei es immer nur ums Gewinnen im jeweils nächsten Spiel gegangen, etwa beim Halbfinale gegen Barcelona. "Unser größter Gegner ist Atlético, weil wir dort spielen."

"Stärkste Mannschaft in Europa"

Vor Saisonstart habe er gedacht, Juventus sei 100 Prozent der Favorit. Er sage das nicht nur, weil es ein Interview mit einem italienischen Sender sei. "Ich würde sagen, sie haben im Moment die stärkste Mannschaft in Europa." Der "Guardian" zitierte ihn ebenfalls mit einer Lobeshymne auf Juve: "Sie haben den größten Kader, den ich je in meinem Leben gesehen habe", so Klopp. "Da ist viel Qualität dabei, es ist verrückt. Ich kann nicht verstehen, warum sie die Serie A nicht mit zehn Punkten Vorsprung anführen."

Wenn er seine aktive Trainerzeit beendet habe, wolle er durchaus Zeit in Italien verbringen. "Nach dem Ende meiner Karriere möchte ich gerne viel reisen. Und ich war noch nicht oft genug in Italien. Ich werde kommen und ein gutes Glas Wein trinken." Er liebe das Land: "Aber für meinen Beruf brauche ich die Sprache." Da müsste er mindestens ein Jahr Italienisch lernen. Also: Urlaub ja, aber Job eher Nein, sagte Klopp.

Im Achtelfinale der Champions League sind mit Borussia Dortmund, RB Leipzig und dem FC Bayern München noch drei deutsche Mannschaften vertreten. Während die Dortmunder und die Leipziger schon in dieser Woche spielen, gastieren die Münchner erst am kommenden Dienstag beim FC Chelsea in London.

Quelle: ntv.de, ara/dpa