Fußball

Auch 96 hält Holstein nicht auf Das Unfassbare ist für Kiel jetzt greifbar

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Fin Bartels schießt derzeit wichtige Tore für Holstein Kiel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch nie war ein Verein aus Schleswig-Holstein Teil der Fußball-Bundesliga. Holstein Kiel kann das in Kürze ändern - gegen alle Widerstände. Auch gegen Hannover 96 geht die Serie der quarantänegeplagten Mannschaft weiter.

Holstein Kiel ist der erhoffte Sprung auf den zweiten Platz der 2. Fußball-Bundesliga geglückt. Im ersten von zwei in dieser Wochen anstehenden Nachholspielen setzten sich die Kieler mühevoll mit 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 durch und verdrängten mit 59 Punkten den bisherigen Zweiten Greuther Fürth (58) auf den Relegationsrang. Kiel gewann damit das vierte von fünf Ligaspielen nach der Rückkehr aus der Quarantäne.

Ein Pflichtspiel nach der Zwangspause ging völlig in die Hose: Im Pokal-Halbfinale hatte es gegen Borussia Dortmund bereits nach 45 Minuten 0:5 gestanden, danach gelang dann die schnelle Wende, an deren Ende mit wachsender Wahrscheinlichkeit der Aufstieg stehen könnte. Damit würde Kiel ein Stück deutsche Fußball-Geschichte schreiben: Noch nie spielte ein Klub aus Schleswig-Holstein in der 1963 gegründeten Bundesliga.

Fin Bartels (44. Minute) erzielte das Tor zum sechsten Heimsieg in Serie für Holstein, das am Donnerstag (15.30 Uhr/Sky) Jahn Regensburg im Holstein-Stadion empfängt. Drei Tage nach dem glanzvollen 4:0 über den FC St. Pauli taten sich die Hausherren im 50. Meisterschaftsduell mit den Niedersachsen überraschend schwer. Die mitunter mit einer Fünfer-Abwehrkette agierenden Gäste störten konsequent das Aufbauspiel und unterbanden so den gefürchteten Kieler Kombinationsfußball.

So dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, ehe nach Fabian Reeses Maßflanke der völlig frei stehende Bartels zu seinem neunten Saisontreffer kam. Auch nach dem Wechsel konnten die Kieler, denen das Führungstor keinen Rückenwind verlieh, nicht wie zuletzt auftrumpfen. Hannover übernahm sogar die Initiative, konnte sich aber dennoch kaum klare Einschussmöglichkeiten erspielen. So blieb es in der mäßigen Partie dank des knappen Spielstandes spannend. Finn Porath (89.) verpasste die Entscheidung, aber am Ende jubelte Kiel, das die siebenminütige Nachspielzeit mit Glück und Geschick überstand.

Quelle: ntv.de

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