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Das gab es noch nieBundesligaprofis produzieren traurigen Negativrekord

16.03.2026, 13:18 Uhr
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Christoph Baumgartner konnte den Negativrekord nicht verhindern. (Foto: picture alliance / HMB Media)

Neunmal 90 Minuten plus Nachspielzeit haben die Bundesligaprofis auch am 26. Spieltag Zeit, Tore zu schießen. Doch das klappt so schlecht, dass sie gemeinsam Geschichte schreiben.

2130 Spieltage wurden in der Fußball-Bundesliga seit ihrer Gründung 1963 absolviert, in über 19.000 Partien wurde um Tore und Punkte gekämpft. Doch was die Profis am vergangenen Spieltag, dem 26. der Saison 2025/26, produziert haben, gab es noch nie: Als Schiedsrichter Deniz Aytekin das Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig abpfiff, stand fest, dass in keinem einzigen Spiel des Wochenendes mehr als zwei Tore gefallen waren. Zum ersten Mal in der langen Geschichte der Bundesliga, wie der "Kicker" meldete.

Der VfB Stuttgart gewann durch einen Treffer von Nationalstürmer Deniz Undav mit 1:0, die Schwaben hatten bei zwei Leipziger Pfostentreffern auch Glück. Doch der Expected Goals-Wert der beiden Teams - 1,45 zu 1,18 - gab auch nicht mehr her. So fielen in neun Spielen nur unterirdische 15 Tore, alleine die Kellerkinder Mainz 05 (beim 2:0 gegen Werder Bremen) und Borussia Mönchengladbach (2:0 gegen den FC St.Pauli) erzielten zwei Tore. Eigentlich fallen in einem Bundesligaspiel in dieser Saison statistisch 3,14 Tore, am vergangenen Wochenende waren es lediglich 1,67.

Irrer Rekord-Spieltag

Die torärmsten Spieltage der Bundesligageschichte waren der 26. Spieltag der Saison 1989/90 und der 20. 1998/99: Da bekamen die Zuschauer in den neun Stadien lediglich elf Tore zu sehen. Gleich vier torlose Remis gab es 1990, 1999 waren es sogar fünf. Diesmal gab es immerhin in jedem Spiel mindestens ein Tor. Beim neuen Negativrekord hat allerdings auch der VAR kräftig mitgeholfen: Beim Duell des FC Bayern bei Bayer Leverkusen wurden drei Treffer nach Intervention aus dem Kölner Keller wieder kassiert.

Der torreichste Bundesligaspieltag übrigens war der 32. der Saison 1983/84: Damals fielen in neun Spielen satte 53 Tore. Alleine beim Spiel zwischen Kickers Offenbach und Werder Bremen (3:7) waren es zehn. Borussia Mönchengladbach schickte Bayer Uerdingen mit 7:1 nach Hause, der HSV deklassierte Absteiger 1. FC Nürnberg in dessen Stadion 6:1. Im Schnitt waren es 5,9 Treffer pro Spiel. Die 3,6 Tore pro Spiel in der Saison 1983/84 wurden nie übertroffen.

Immerhin: Am 26. Spieltag passierte neben dem unerwarteten Negativrekord auch reichlich statistisch Hochwahrscheinliches: Das 1:1, das es am vergangenen Wochenende gleich dreimal gab (Bayer Leverkusen - FC Bayern, TSG Hoffenheim - VfL Wolfsburg, HSV - 1. FC Köln) ist das häufigste Ergebnis der Bundesliga-Geschichte. Am dritthäufigsten trennten sich die Teams in mehr als 19.000 Bundesligaspielen 1:0 - so wie diesmal Eintracht Frankfurt und der 1.FC Heidenheim, SC Freiburg und Union Berlin (mit dem besseren Ende für die Gäste) und der VfB Stuttgart und RB Leipzig.

Quelle: ntv.de, ter

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