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Von Pizarro bis Lewandowski Das unverzichtbare Buli-Faktenwissen

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Claudio Pizarro hat seinen Status als ältester Torschütze der Fußball-Bundesliga untermauert.

(Foto: imago images / Oliver Ruhnke)

Der FC Bayern ist Deutscher Meister. Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg steigen ab. Der VfB Stuttgart spielt Relegation. Die Startplätze für Europa sind vergeben. Damit ist alles gesagt? Natürlich nicht! Was Sie aus der 56. Bundesliga-Saison mitnehmen sollten, haben wir für Sie zusammengestellt.

Der FC Bayern ist Deutscher Meister. Mit Tränen, Kitsch und einem Traumtor. Der BVB hadert derweil mit der Vizemeisterschaft. Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg steigen direkt ab. Der VfB Stuttgart spielt Relegation. Auch die Startplätze für Europa sind vergeben. Damit ist alles gesagt? Natürlich nicht! Was Sie aus dieser 56. Bundesliga-Saison noch mitnehmen sollten, haben wir für Sie zusammengestellt.

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Der älteste Torschütze der Liga-Geschichte: Claudio Pizarro ist unverwüstlich. Das gilt nicht nur für diese Saison, sondern auch für die nächste. Denn auch dann wird der Peruaner weiter für den SV Werder Bremen auflaufen. Vorerst aber schließt er die Spielzeit 2018/19 als ältester Torschütze in der Geschichte der Bundesliga ab. Am 34. Spieltag verbesserte er seine eigene Bestmarke mit seinem 2:1-Siegtreffer gegen RB Leipzig im Alter von 40 Jahren und 227 Tagen. Der Mittelstürmer hatte zuvor bereits einen anderen Bremer an der Spitze des Rankings abgelöst. Vor Pizarro war Mirko Votava, der 1996 im Alter von 40 Jahren und 121 Tagen bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart getroffen hatte, der Rekordhalter. Auch auf Platz drei liegt übrigens ein Bremer: Manfred Burgsmüller. Der Stürmer erzielte am 5. August 1989 im Alter von 39 Jahren und 226 Tage sein letztes Tor, beim 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf.

Der treffsicherste ausländische Torjäger: Robert Lewandowski bleibt mit 202 Toren der treffsicherste ausländische Spieler in der Historie der Fußball-Bundesliga - auch wenn er beim Liga-Finale und dem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt leer ausging. Mit seinen 202 Toren ist er auch einem sehr exklusiven Zirkel beigetreten. Er sei sehr stolz, hatte Lewandowski Anfang April nach seinem Doppelpack beim 5:0 gegen Borussia Dortmund gesagt, "unter diesen fünf Legenden zu stehen". Wie vor ihm nur Gerd Müller (365), Klaus Fischer (268), Jupp Heynckes (220) und Burgsmüller (213) war der Torjäger in den 200er-Klub der Bundesliga eingezogen. Eine starke Leistung. Und doch hatte er keine überragende Saison. 22 Treffer reichten ihm für seine vierte Torjägerkanone, nur Gerd Müller (siebenmal) gewann die prestigeträchtige Trophäe häufiger. Doch in den vergangenen drei Spielzeiten war "Lewy" wesentlich häufiger erfolgreich (30, 30, 29). Den zweiten Platz in der Liste der treffsichersten ausländischen Torjäger festigte derweil Pizarro. Der peruanische Ex-Nationalspieler war 197-mal im deutschen Oberhaus erfolgreich. Dritter ist der Brasilianer Giovane Elber (133) vor Berlins Vedad Ibisevic, der bislang 120. Bundesligatreffer erzielte.

Der Rekordmeister beim Rekordmeister: Es ist ein Rekord, der wohl noch ganz lange Bestand haben wird: Franck Ribery ist mit dem FC Bayern zum neunten (!) Mal Deutscher Meister geworden. Damit überholte der 36 Jahre alte Franzose in der Bestenliste der Liga die Münchner Klub-Ikonen Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger, Mehmet Scholl und Philipp Lahm, die je achtmal den nationalen Titel geholt hatten. "Bayern hat so viele große Namen, das ist unglaublich, das ist historisch", sagte Ribery schon vor dem Saisonfinale gegen Eintracht Frankfurt. 23 (!) Titel hat er mit den Münchnern nun insgesamt gewonnen. Höhepunkt war 2013 das historische Triple unter Jupp Heynckes aus Meisterschaft, Pokal und Triumph in der Champions  League. In einer Woche könnte zum Abschied noch der sechste Pokalsieg dazukommen.

Die Bundesliga im Torrausch: Die Fans haben in der Spielzeit 2018/19 insgesamt 973 Tore bejubeln dürfen (im Schnitt: 3,17 Tore) - und damit 118 mehr als in der vergangenen Saison. In der Hinserie wurden 465 Tore registriert, in der Rückrunde 508. Die beste Ausbeute überhaupt datiert aus der Spielzeit 1983/84 mit 1097 Treffern (im Schnitt: 3,58). Die geringste Tor-Ausbeute wurde 1989/90 registriert, als lediglich 790 Tore gefallen sind. Der torreichste Spieltag war in dieser Meisterrunde der 34. Spieltag, als in neun Partien 41 Treffer registriert wurden. Die höchste Tor-Ausbeute an einem Spieltag wurde am 32. Spieltag der Rekord-Spielzeit 1983/84 mit 53 Toren (im Schnitt: 5,88) verzeichnet. Den höchsten Sieg in dieser Saison feierte der VfL Wolfsburg zum Abschluss gegen Augsburg (8:1). Der 1. FC Nürnberg kassierte in Dortmund die höchste Niederlage (0:7). Champion Bayern holte mit 88 Treffen die beste Ausbeute.

Der Relegations-Experte: Zum dritten Mal in Serie muss Daniel Didavi in die Relegation. 2017 und 2018 setzte sich der Mittelfeldspieler mit dem VfL Wolfsburg durch, nun geht es mit dem VfB Stuttgart in der Saison-Verlängerung um den Verbleib in der Bundesliga. Der Gegner wird am Nachmittag ermittelt, wenn der SC Paderborn (bei Dynamo Dresden) und Union Berlin (beim VfL Bochum) sich im Fernduell um Platz zwei und drei streiten.

Die Dauerbrenner: Zwei Feldspieler haben am Samstag die "perfekte" Bundesliga-Saison mit 3060 Minuten auf dem Platz vollendet. Joshua Kimmich von Bayern München sowie Waldemar Anton von Hannover 96 verpassten keine Minute der Spielzeit 2018/2019. Gleiches gilt für die beiden Torhüter Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach und Ron-Robert Zieler vom VfB Stuttgart.

Der HSV ist nicht mehr allein: Mit dem 1866. Bundesligaspiel seiner Vereinsgeschichte hat Werder Bremen zum bislang alleinigen Spitzenreiter Hamburger SV aufgeschlossen. Dritter in diesem Ranking ist der FC Bayern mit 1840 Einsätzen. Da Zweitligist HSV die sofortige Bundesliga-Rückkehr verpasst hat, werden in der kommenden Saison der SV Werder und auch der FC Bayern an den Hamburgern vorbeiziehen.

Quelle: n-tv.de, tno

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