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Gehaltswahnsinn in der Bundesliga Das verdienen Top-Manager im Fußball

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Den Job als Manager bei Schalke 04 dürfte Christian Heidel gut bezahlt bekommen.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Im Fußball sind, im Gegensatz zu anderen Sportarten, durchaus Spitzengehälter möglich - und das gilt nicht nur für die Stars auf dem Platz. Eine Studie zeigt, dass auch der Posten als Top-Manager lukrativ sein kann - doch das gilt bei Weitem nicht für alle Klubs.

Die Einnahmen der Klubs in der Fußball-Bundesliga sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen: Derzeit bewegen sich die Jahresumsätze der Vereine zwischen 41,5 Millionen Euro beim SV Darmstadt 98 und 626,8 Millionen Euro beim FC Bayern München. Eine Studie der Beratungsgruppe Goldmedia hat nun untersucht, was das für die Gehälter der Top-Manager bedeutet. Unabhängig vom Verein ist klar: Die Gehälter im Fußball hängen alle anderen Sportarten mit großem Abstand ab.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, verdient der verantwortliche Vorstand oder Geschäftsführer eines Klubs in der Bundesliga durchschnittlich 888.000 Euro im Jahr - fast 30 Prozent davon sollen erfolgsabhängige Zahlungen sein. Der Durchschnittsverdienst der drei höchsten Führungsebenen beträgt demzufolge 452.000, wovon ein Viertel variable Leistungen sind. Die Studienleiter kommen zu dem Schluss, dass im Topmanagement der Bundesliga dreimal mehr verdient wird als in der zweiten Liga.

Doch auch insgesamt sind die Managergehälter im Fußball wesentlich höher als im Vergleich mit anderen Profiligen wie beispielsweise Handball, Basketball oder Eishockey. So wird laut "FAZ" in anderen Sportarten auf Topniveau nur noch ein Durchschnittsverdienst von 122.000 Euro im Jahr erreicht. Die Profiligen im Eishockey, Basketball und Handball wiesen zuletzt Jahresumsätze von 107 Millionen, 98 Millionen und 96 Millionen Euro aus.

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Begründet wird die fürstliche Entlohnung damit, dass an die Führungsebene besondere Anforderungen gestellt werden, die sich auch im Gehaltsniveau widerspiegeln. Eine hohe Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg sei eben eng mit enormer Risikobereitschaft verknüpft, heißt es in dem Bericht. Auch ließen sich sportliche wie finanzielle Rahmenbedingungen nur unzureichend und eingeschränkt planen.

Auf die gesamte Sportbusinessbranche gerechnet, zu der auch Sponsoren, Sportartikelhersteller oder Marketingagenturen gehören, erzielt die erste Führungsebene laut Goldmedia Gehälter von im Schnitt 365.000 Euro, die zweite von 159.000 Euro und die dritte von 116.000 Euro.

Die Spitzenposition hatte "König Fußball" auch in der Gunst der deutschen Sportfans die inne. Vor allem die Übertragungen von der Europameisterschaft in Frankreich lockten die Menschen in Massen vor den Fernseher. Unter den 20 Quotenhits des Jahres findet sich die Europameisterschaft stolze 18-mal. Hinzu kommt aus fußballerischer Sicht das Finale um den DFB-Pokal auf Platz 15. Allein der Endspieltriumph der Handballer bei der EM im Januar konnte mit dem 17. Rang in die Phalanx eindringen.

Quelle: ntv.de, jgu