Fußball

Spektakulärer Sieg gegen Leipzig Der BVB macht den FC Bayern zum Meister

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Reus traf früh zur Führung.

(Foto: Uwe Kraft)

Der FC Bayern ist zwei Spieltage vor Saisonende Deutscher Meister. Den 30. Titel seit Gründung der Bundesliga erspielen sich die Münchner aber nicht selbst – Borussia Dortmund hilft kräftig mit. Weil der BVB gegen Leipzig gewinnt, jubelt die Mannschaft von Hansi Flick schon vor dem eigenen Anstoß am Abend.

Borussia Dortmund hat bei der Generalprobe für das Pokalfinale seine Aufholjagd im Kampf um die Champions League fortgesetzt und nebenbei Bayern München vorzeitig zum neunten Meistertitel in Folge verholfen. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic besiegte RB Leipzig in einem wilden Spiel mit 3:2 (1:0) und eroberte durch den fünften Erfolg in Serie zumindest für einen Tag den begehrten vierten Platz.

Fünf Tage vor dem Pokalendspiel am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD, Sky und im Liveticker bei ntv.de) im Berliner Olympiastadion erzielten Kapitän Marco Reus (7.) und Jadon Sancho (51., 87.) die Treffer der Gastgeber. Der BVB blieb damit auch im siebten Spiel in Folge gegen Leipzig ungeschlagen und verschaffte sich einen psychologischen Vorteil für den Pokal-Showdown. Daran änderten auch die RB-Tore von Nationalspieler Lukas Klostermann (63.) und Dani Olmo (77.) nichts.

Den Gästen bot sich vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw die erste große Chance. Hee-Chan Hwang scheiterte aber am Dortmunder Schlussmann Marwin Hitz (3.). Der BVB nutzte hingegen seine erste gute Möglichkeit zur Führung. Nach einer schönen Kombination über Lukasz Piszczek und Thorgan Hazard hämmerte Reus den Ball entschlossen unter die Latte.

Auf der Tribüne jubelte Erling Haaland, der nach seinem Pferdekuss erneut fehlte. Die Verletzung sei "sehr hartnäckig", es habe sich "sehr viel Flüssigkeit gebildet", sagte Terzic kurz vor dem Anpfiff bei Sky. Ob Haaland im Finale mitwirken kann, ist offen. "Wir hoffen einfach, dass es von Tag zu Tag weniger wird und er Anfang oder Mitte nächster Woche wieder zur Verfügung steht", sagte Terzic.

Dortmund muss den Torwart wechseln

Leipzig übernahm nach dem Rückstand die Spielkontrolle. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann, der zum 1. Juli zum FC Bayern wechselt, agierte im letzten Drittel aber nicht entschlossen genug. Dortmund lauerte auf Konter und hätte die Führung ausbauen können. Hazard scheiterte aus spitzem Winkel aber an RB-Schlussmann Peter Gulacsi (32.), der seinen Vertrag am Freitag bis 2025 verlängert hatte. Vier Minuten später traf Sancho aus guter Position nur das Außennetz (36.).

Leipzig war zwar bemüht und schonte sich mit Blick auf Donnerstag nicht, die Offensivaktionen wirkten aber ein wenig umständlich. Der Abschluss von Marcel Sabitzer war zudem harmlos (38.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ersetzte Roman Bürki seinen Schweizer Landsmann Hitz, der sich gegen Ende der ersten Halbzeit nach einem Zusammenprall mit Mitspieler Manuel Akanji am Knie verletzt hatte. Der langjährige Stammkeeper Bürki war von Terzic zur Nummer zwei degradiert worden. Beim Schuss von Sabitzer packte er sofort entschlossen zu (47.).

Gefährlicher blieb aber der BVB. Sancho hatte zu viel Platz und erhöhte mit einem überlegten Flachschuss. Danach überließ Dortmund den Gästen wieder meist den Ballbesitz und RB verkürzte. Klostermann traf per Kopf nach einer Ecke von Emil Forsberg. Olmo vergab die Chance zum Ausgleich (69.), wenige Minuten später schlug er dann zu. Kurz vor dem Ende konterte Dortmund erneut - sehr zur Freude des wild jubelnden Haaland.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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