Fußball

Leipzigs Rückstand wächst Die Eintracht macht die Bayern froh

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Yussuf Poulsen und RB Leipzig bissen sich an den Frankfurtern die Zähne aus.

(Foto: imago images/Picture Point LE)

Der FC Bayern darf auch am Sonntag jubeln: RB Leipzig stolpert im Spitzen-Spiel gegen Eintracht Frankfurt und der Rekordmeister kann auf vier Punkte davonziehen. Der BVB darf dank des Ergebnisses wieder auf die Champions League hoffen. Am Schluss wird es noch mal wild.

RB Leipzigs Titeljäger haben im Meisterkampf der Bundesliga einen etwas unnötigen Rückschlag erlitten. In einem rassigen Top-Spiel gegen den Europacup-Anwärter Eintracht Frankfurt reichte es für das Team von Trainer Julian Nagelmann trotz 1:0-Führung nur zu einem 1:1 (0:0). Durch das erste Remis nach sechs Liga-Siegen in Serie ist der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter Bayern München auf vier Punkte angewachsen.

Emil Forsberg (46.) hatte RB kurz nach der Pause in Führung geschossen, ehe Daichi Kamada (61.) für die Gäste ausglich. Vier Tage nach dem Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool kassierte Leipzig somit den nächsten Dämpfer, denn der Tabellenführer aus München hatte am Samstag 3:1 bei Werder Bremen gewonnen. Die Frankfurter blieben auch im dritten Spiel in Folge ohne Sieg, stehen aber weiterhin auf dem Königsklassen-Rang vier.

"Wenn man die gesamten 90 Minuten sieht, waren wir die bessere Mannschaft. Wir hatten ein paar gute Abschlüsse, aber nicht das Quäntchen Glück", sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche bei Sky: "Wir waren ein bisschen zu schlampig in gewissen Phasen." Eintracht-Routinier Makoto Hasebe meinte: "In der ersten Halbzeit hatten wir fast keine Chance, wir haben zu tief gestanden. In der zweiten Hälfte ist es besser geworden, deshalb bin ich mit dem Punkt zufrieden."

Wilde Schlussphase

Nach der ernüchternden Europapokal-Nacht vom Mittwoch setzte Nagelsmann gegen die Eintracht auf fünf frische Kräfte. Mit Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth brachte der Coach zwei nominelle Spitzen, wobei der Norweger über den rechten Flügel kam. RB dachte wie gewohnt offensiv. Die Sachsen drängten Frankfurt zunächst oft zurück und hätten früh durch Justin Kluivert (7.) in Führung gehen können, der jedoch an Nationaltorwart Kevin Trapp scheiterte. Sieben Minuten später parierte der Keeper einen Schuss von Emil Forsberg aus 13 Metern.

Die Hessen, denen Erik Durm (Zerrung im Hüftbeuger) und Martin Hinteregger (Oberschenkelprobleme) fehlten, hatten merklich Schwierigkeiten, sich zu befreien und selbst gefährlich zu werden. Nachdem Leipzigs bis dahin starker Abwehrchef Dayot Upamecano noch in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt durch Nationalspieler Lukas Klostermann ersetzt werden musste (28.), flachte das Tempo etwas ab. Frankfurt hielt nun robuster dagegen, vergab seine bis dato einzige Möglichkeit durch Kamada (39.) aber klar.

Nach der Pause zog RB wieder an - und traf prompt. Nach einem Fernschuss von Kluivert staubte Forsberg Trapps Abpraller ab. Frankfurt übernahm nun etwas mehr Initiative. Erst prüfte Amin Younes (58.) RB-Torwart Peter Gulacsi. Kurz darauf veredelte Kamada eine zielgenaue Hereingabe Andre Silvas von der linken Seite. In der Folge verstecken sich beide Teams nicht und spielten auf das Siegtor, nach einer Flanke von Marcel Halstenberg (67.) musste Frankfurts Evan N'Dicka in höchster Not klaren, da sonst Poulsen einschussbereit gewesen wäre. Aber auch Frankfurt hatte durch Luka Jovic (81.) eine hochkarätige Chance. In den finalen Minuten sah Nagelsmann noch Geld und die Eintracht reklamierte vergebens wegen eines mutmaßlichen Leipziger Handspiels im Strafraum.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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