Fußball

Pokalhelden empfangen Leverkusen Eintracht muss im Pokal zum FC Bayern

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In der Hinrunde wurde das Gastspiel des FC Bayern in Frankfurt zum Schicksalsspiel für Niko Kovac. In den nächsten Wochen kommen die Hessen zweimal zum Gegenbesuch.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Im Halbfinale des DFB-Pokals erwischt Eintracht Frankfurt das schwerste Los: Die Hessen müssen zum FC Bayern München reisen. Das Sensationsteam aus Saarbrücken empfängt Bayer Leverkusen.

Pokalschreck 1. FC Saarbrücken empfängt im Halbfinale um den DFB-Pokal das Team von Bayer Leverkusen. Dieses Los zog am Sonntag im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund die schwangere Nationaltorhüterin Almuth Schult als Glücksfee. Im zweiten Halbfinale treffen Rekordpokalsieger Bayern München, der schon 19 mal den Cup gewann, und Eintracht Frankfurt aufeinander. Die Spiele der Vorschlussrunde werden am 21./22. April ausgetragen. Das Finale steigt am 23. Mai im Berliner Olympiastadion.

Regionalligist Saarbrücken war am Dienstag dank eines 7:6 im Elfmeterschießen gegen Fortuna Düsseldorf sensationell als erster Viertligist in der Geschichte des DFB-Pokals ins Halbfinale eingezogen. Vor der Auslosung hatte Trainer Lukas Kwasniok schon den Wunsch geäußert: Bloß nicht die Bayern.

"Chance wäre da"

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Saarbrückens Pokalheld Daniel Batz hielt im Viertelfinale fünf Elfmeter.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

"Wenn du die Bayern bekommst, dann musst du das Spiel genießen und weißt, dass das der letzte Auftritt im DFB-Pokal sein wird", hatte er im TV-Sender Sky gesagt und hinzugefügt: "Bei den anderen gäbe es wahrscheinlich eine noch kleinere Chance als gegen Düsseldorf, aber sie wäre da."

"Wir freuen uns auf das Halbfinale. Die Chance ist natürlich nicht ganz so groß, wenn man sieht, was Leverkusen derzeit abliefert", sagte Saarbrückens Geschäftsführer David Fischer in der ARD: "Es wird ein großer Pokalabend, jeder freut sich darauf. Vielleicht hat Leverkusen einen ganz, ganz schlechten Abend."

Saarbrücken hatte auf dem Weg in das erste Pokal-Halbfinale seit 1985 unter anderem die beiden Bundesligisten Fortuna Düsseldorf und 1. FC Köln aus dem Wettbewerb geworfen. Aufgrund des Umbaus des Ludwigsparkstadions trägt Saarbrücken seine Heimspiele im Hermann-Neuberger-Stadion im benachbarten Völklingen aus. Fischer erklärte, der Verein bemühe sich, auch das Halbfinale dort spielen zu können.

Flick erwartet "Pokalfight" gegen "pokalerfahrenen" Gegner

"Wir sind froh, dass wir ein Heimspiel haben, wir haben uns das gewünscht", sagte Bayern-Coach Hansi Flick: "Der Gegner ist sehr pokalerfahren, hat eine gute Qualität und spielt mit Leidenschaft. Es wird ein richtiger Pokalfight, wir wollen ins Finale." Im Duell der Sieger der vergangenen beiden Jahre muss Frankfurt auf Filip Kostic verzichten. Der Offensivspieler hatte im Viertelfinale gegen Werder Bremen (2:0) in der Nachspielzeit wegen eines Fouls die Rote Karte gesehen und war für vier Pokalspiele gesperrt worden.
"Keine Frage: Das ist die schwerste aller möglichen Konstellationen. Wir sind in einer absoluten Außenseiterrolle", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic: "Aber wir werden nichts herschenken und alles versuchen, um die Überraschung zu schaffen und unseren Traum vom Finale dennoch zu verwirklichen."

Quelle: ntv.de, ter/dpa/sid