Fußball

Shitstorm gegen Gladbacher Embolo weist Party-Vorwürfe von sich

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Embolo ist großer Wut ausgesetzt.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Fußballer scheren sich nicht um Regeln, sind nur auf ihren Spaß aus: So lautet ein Vorurteil. Das scheint Breel Embolo zu bestätigen als er mitten in der Corona-Krise eine Party gefeiert haben soll. Die Wut ist groß auf den Stürmer von Borussia Mönchengladbach. Der 23-Jährige klärt auf, was tatsächlich passiert ist.

Eine Party zu Corona-Zeiten? Das stößt bitter auf. Erst recht, wenn es sich bei dem Delinquenten um einen Fußballprofi handelt, der ohnehin schon Privilegien genießt. Doch genau dessen wird Breel Embolo von Borussia Mönchengladbach bezichtigt. Der 23-Jährige hat "möglicherweise gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen", teilte der Fußball-Bundesligist am Montagabend mit.

Die Konsequenz: Er ist "vorsorglich" aus dem Kader für das Spiel gegen Werder Bremen (18.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) gestrichen. Auch ins Mannschaftstraining wird Embolo erst wieder einsteigen, wenn negative Corona-Tests von ihm vorliegen, so die Borussia weiter.

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Embolos Statement bei Instagram.

(Foto: Screenshot: instagram.com/breelembolo97/)

Die Wut ist groß, bei Twitter entlädt sie sich in teils wüsten Beschimpfungen. Embolo selbst meldet sich am späten Abend. Erst bestätigt der Schweizer in einer über den Twitter-Account seines Vereins verbreiteten Mitteilung, dass die Polizei seine Personalien aufgenommen habe. Doch er widerspricht anschließend der Darstellung der "Bild"-Zeitung, er habe in Essen eine illegale Party gefeiert. "Ich bin in der Nacht auf Sonntag nach der Rückkehr vom Spiel in Stuttgart mit einem Freund nach Essen gefahren, um dort bei einem Kollegen Basketball zu schauen", schreibt Embolo bei Instagram. Diese Wohnung "befand sich in unmittelbaren Umfeld des Lokals, in dem diese Party stattfand", so der Schweizer weiter. "Es trifft aber nicht zu, dass ich an einer Party teilgenommen habe. Das ist eine falsche Darstellung."

Trotzdem sieht Embolo Grund, sich zu entschuldigen. Er habe nicht nach Essen fahren sollen. "Das war in der heutigen Zeit ein Fehler. Das war dumm von mir und dafür entschuldige ich mich bei meinen Mannschaftskollegen, dem Verein und vor allem bei den Fans", schrieb der Stürmer.

Alles gut also? Nein, der Shitstorm bei Twitter ebbt nicht ab. Denn viele User glauben ihm schlicht nicht. Mittels Google Maps oder eigener Ortskenntnis wollen sie feststellen, dass es im Umfeld der betreffenden Bar, in der die Party stattfand, gar keine Wohnung gibt. Andere glauben ihm nicht - ohne Begründung.

Die Polizei kann vorerst kein Licht ins Dunkel bringen: "Wir können zu einzelnen Personen, die an der Party teilgenommen haben, keine Aussagen machen. Wir haben 23 Personen angetroffen und gegen die ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnungen", heißt es vom Pressesprecher der Polizei Essen gegenüber RTL. Auf Nachfrage wollte er Embolos Teilnahme "weder bestätigten noch dementieren".

Allerdings teilte er mit: "Wir haben im nahen Umfeld der Gastronomie keinen weiteren Einsatz gehabt. Der Einsatz fokussierte sich auf den Gastronomiebetrieb, in dem die 23 Personen angetroffen wurden." Das widerspräche Embolos Darstellung, nur in der Nähe gewesen zu sein.

Quelle: ntv.de, ara