Fußball

Markus Anfang gesteht Täuschung Ex-Werder-Coach gibt gefälschten Impfpass zu

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Markus Anfang gab zu, einen gefälschten Impfpass vorgelegt zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bremens Ex-Trainer Markus Anfang gibt die Nutzung eines gefälschten Impfpasses zu. Die Bremer Staatsanwaltschaft peilt nun an, das Vergehen "mit einem Strafbefehl zu regeln". Anfang war Ende November wegen Ermittlungen gegen ihn zurückgetreten.

Fußball-Trainer Markus Anfang hat zugegeben, mit einem gefälschten Impfzertifikat getäuscht zu haben. "Er hat eingeräumt, einen falschen Impfausweis vorgelegt zu haben", sagte der Bremer Oberstaatsanwalt Frank Passade.

Im Zuge der Affäre war der 47-jährige Anfang im November beim Zweitligisten Werder Bremen zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde Ole Werner. "Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, wie wir das Verfahren strafrechtlich abschließen", sagte Passade: "Naheliegend wäre, das Ganze mit einem Strafbefehl zu regeln." Somit wird es wohl nicht zu einer Gerichtsverhandlung kommen. Anfang hat auch eine Erklärung zur Herkunft des Dokuments abgegeben, die Staatsanwaltschaft gibt diese jedoch nicht bekannt.

Anfang war Ende November wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (1:1) als Werder-Trainer zurückgetreten, nachdem er, als zuvor die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen eines gefälschten Impfpasses gegen ihn bekannt geworden waren, die Anschuldigungen zunächst entschieden zurückgewiesen hatte. Konkret ging es wohl um die die Zweitimpfung betreffende Chargen-Nummer, die in Anfangs Impfpass aufgeführt ist. Diese sei verimpft worden, aber Anfangs Name wurde wohl nicht im EDV-System vermerkt. Zudem sei die Chargen-Nummer der Erstimpfung nicht in einem Impfzentrum verimpft worden.

Werders Sportchef Frank Baumann erklärte Ende November in der Sport1-Sendung "Doppelpass 2. Bundesliga": "Es gab seit seiner Verabschiedung keinen Kontakt mehr. Ich denke, dass es nun auch Markus` Wunsch ist, Ruhe zu bekommen und die Dinge zu verarbeiten." Der Bremer Sport-Geschäftsführer forderte damals auch: Anfang müsse sich "den Anschuldigungen auch stellen". Sollten die Vorwürfe stimmen, "ist das sehr schwerwiegend und ein Fehlverhalten von Markus. Aber ich möchte betonen, dass das Ermittlungsverfahren immer noch läuft und ich daher die Situation nicht bewerten möchte." Es hätte ein vertrauensvolles Miteinander gegeben, so Baumann damals. "Dementsprechend sind wir von der Situation sehr überrascht worden. Natürlich hätten wir uns das anders gewünscht."

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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