Fußball

Arp ist Münchens teures Ärgernis FC Bayern bezahlt Ex-Wunderkind für Abschied

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Arps bitteres Bayern-Kapitel ist beendet.

(Foto: imago images/Team 2)

Mit riesigen Vorschusslorbeeren wechselt Jann-Fiete Arp 2019 zum FC Bayern. Durchsetzen kann sich das angebliche Wunderkind nie. Nun blechen die Münchner sogar, damit der Stürmer den Verein verlässt - und das unglaublich teure Ärgernis endlich beendet ist.

Jann-Fiete Arp. In diesem Namen lagen einst große Hoffnungen, der Stürmer des Hamburger SV galt als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Er galt als eine Art Wunderkind. 2017 staubte Arp die goldene Fritz-Walter-Medaille als größtes Talent im U 17-Bereich ab, die vor ihm unter anderem etwa Mario Götze oder Leon Goretzka gewonnen hatten. 2019 folgte der für viele folgerichtige Wechsel zu Branchenprimus Bayern München für drei Millionen Euro.

Doch es folgte auch Arps großer Absturz. Beim Rekordmeister absolvierte das heute 22-jährige Sturmtalent in drei Jahren kein einziges Bundesligaspiel, stand nur fünfmal im Kader und musste hauptsächlich in der zweiten Mannschaft kicken. Dafür kassierte er insgesamt 12 Millionen Euro Gehalt von den Münchnern. In der vergangenen Saison hatten die Bayern ihn bereits an Holstein Kiel ausgeliehen. Dort kam der Angreifer auf 23 Zweitliga-Einsätze, in denen er zwei Tore erzielte.

"3-Millionen-Flop"

Viel schwingt nun nicht mehr mit, hört man den Namen Arp. Außer vielleicht Enttäuschung - und Ärger. Denn das ehemalige Wunderkind hätte den FC Bayern nach dem Ende seiner Kiel-Leihe nun wieder vier Millionen Euro Gehalt gekostet - plus eine Million Euro mögliche Prämien. Laut "Bild"-Informationen unternehmen die Münchner deshalb einen besonderen Schritt: Arp, der noch einen Vertrag bis 2023 bei den Bayern besitzt, aber gerne in Kiel bleiben möchte, bekommt drei Millionen Euro bezahlt, damit er wechselt. Eine Abfindung für den endgültigen Abschied des, wie die "Bild" ihn tauft, "3-Millionen-Flops".

Laut des Berichts haben sich die Bayern-Bosse und Arp somit auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Zwar verliert der Stürmer eine Million Euro, dafür darf er auf dem Platz stehen - und bekommt von den Nordlichtern schließlich auch noch ein Gehalt aufs Konto überwiesen. Ein wenig Hoffnung hat der Rekordmeister aber wohl doch noch, dass das ehemalige Wunderkind seinen Torriecher wiederfindet: "Bild" berichtet, dass die Bayern sich eine 35-Prozent-Klausel bei einem möglichen Weiterverkauf sicherten. Nun ist für München eines der teuersten Ärgernisse der Vereinsgeschichte aber erstmal beendet.

Quelle: ntv.de, dbe

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