Fußball

Heynckes gibt Empfehlung ab FC Bayern will Trainer Pochettino nicht

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Mauricio Pochettino bleibt in Europa - kommt aber nicht nach München.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Lange gilt Mauricio Pochettino als heißer Kandidat auf den Trainerposten beim FC Bayern. Doch der Fußball-Bundesligist sagt dem Argentinier nun offenbar ab - weil Trainer-Ikone Jupp Heynckes das empfiehlt. Eine spektakuläre Lösung könnte damit wahrscheinlicher werden.

Bis zur Winterpause soll Hansi Flick der Trainer des FC Bayern München sein. Diese Rückendeckung hat der Interimscoach beim Fußball-Bundesligisten erhalten. Doch bis dahin sind es nur noch zweieinhalb Wochen - und vier Spieltage. Wer leitet danach die Mannschaft des deutschen Fußball-Rekordmeisters? Nach seinem Ende beim Tottenham Hotspur galt Mauricio Pochettino lange als heißer Kandidat. Vor allem Sportdirektor Hasan Salihamidzic soll ein Befürworter des 47-Jährigen sein.

Doch die Vereinsführung soll sich laut der "Bild"-Zeitung nun gegen eine Verpflichtung des Argentiniers ausgesprochen haben. Grund sind demnach bestimmte Bedingungen, die ein Trainer beim FC Bayern erfüllen sollte. Zum einen spricht der 47-Jährige kein Deutsch, was für den Klub aber relevant ist. Zum anderen - und das ist die wohl neuere Erkenntnis - kommt die sportliche Leitung der Münchner zu dem Schluss, dass Pochettino in seiner Zeit bei Tottenham "keine Entwicklung bei der Spielphilosophie" gelungen sei, so die "Bild".

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Thomas Tuchel könnte nach München wechseln.

(Foto: imago images / eu-images)

In dieses Urteil soll auch Bayerns Triple-Trainer Jupp Heynckes involviert gewesen sein. Er habe dem Klub stattdessen geraten, auch nach der Winterpause weiter mit Flick zu arbeiten. Und so wird bereits über die spektakuläre Doppelspitze mit Flick und Thomas Tuchel spekuliert. Der ist derzeit noch beim französischen Topklub Paris Saint-Germain angestellt, war aber angeblich bereits im Jahr 2018 der Wunschkandidat des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. Sein Vertrag läuft noch bis 2021, er müsste entsprechend ausgelöst werden.

Weiterer Kandidat ist zudem nach wie vor der Niederländer Erik ten Haag, der Ajax Amsterdam trainiert. Auch er hatte zwar gesagt, dass er die laufende Saison in Amsterdam bleibt. Ajax-Manager Marc Overmars hatte aber bereits erklärt, dass er bei einem konkreten Angebot der Münchner wohl die Freigabe erteilen würde. In diesem Fall würde Flick wohl allein bis zum Sonner weitermachen, bevor ten Haag übernehmen könnte.

Pochettino-Aus verrät Machtgefüge

Dass Pochettino nun nicht der neue Bayern-Trainer werden soll, könnte viel über das neue Machtgefüge beim FC Bayern aussagen. Nachdem Rummenigge im vergangenen Jahr von Präsident Uli Hoeneß bei der Trainerentscheidung überstimmt wurde - Niko Kovac statt Tuchel - hat dieser sich nun offenbar gegen Salihamidzic durchgesetzt. Der Sportdirektor hatte sich dem "Kicker" zufolge bereits mit Pochettino getroffen.

Pochettino hatte nach seinem Rauswurf bei Tottenham erklärt, dass er in Europa bleiben wird. "Es fällt mir schwer, über ein Projekt in Argentinien nachzudenken", hatte der 47-Jährige, der gerade auf Heimatbesuch ist, bei "Fox Sports Argentina" gesagt. Auch mit Blick auf seine Familie sei ein Verbleib in Europa am sinnvollsten. Allerdings wolle er es erst einmal ruhiger angehen lassen. "Es gibt viele Vereine und viele schöne Projekte. Aber jetzt ist es erstmal wichtig, nach fünfeinhalb unglaublichen Spielzeiten bei Tottenham den Kopf frei zu bekommen", sagte Pochettino.

Aktuell gilt er als heißer Anwärter auf den Trainerjob bei Manchester United, sollte Ole Gunnar Solskjaer diesen aufgrund der ausbleibenden Erfolge verlieren. Das Team ist derzeit nur Tabellensechster. Allerdings spricht ein entscheidender Fakt gegen ein Engagement in Manchester: Englischen Medienberichten zufolge könne er bis zum Sommer keinen Job bei einem Premier-League-Klub übernehmen - sonst müsste er wegen einer Vertragsklausel seine komplette Abfindung in Höhe von angeblich 14,7 Millionen Euro zurückzahlen.

Quelle: ntv.de, ara