Fußball

Noch mehr Spiele zumutbar? FCB-Coach Flick stellt Klub-WM in Frage

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Noch mehr Spiele? FCB-Trainer Hansi Flick ist skeptisch.

(Foto: imago images/ActionPictures)

Bis zu 150 Millionen könnte der FC Bayern einnehmen - wenn die Münchner zur neuen Klub-WM eingeladen werden. Trainer Hansi Flick fragt sich jedoch, ob die Extra-Spiele zumutbar sind. Klubchef Karl-Heinz Rummenigge sieht das anders. Und Kölns Horst Heldt hat noch ganz andere Ideen für den Rekordmeister.

Noch mehr Geld für die reichen Klubs, noch mehr Spiele für die gestressten Stars? Die Pläne für die reformierte Klub-WM 2021 treffen selbst beim möglichen Teilnehmer FC Bayern nicht nur auf Gegenliebe. "Die Spieler, das sind die Leidtragenden", sagte Trainer Hansi Flick: "Man muss wirklich gucken, ob es für die Spieler zumutbar ist, dass es in einer Sommerpause, in der keine großen Turniere stattfinden, auch noch eine Klub-WM gibt."

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FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge gefällt die Möglichkeit, viel mehr Geld einzunehmen.

(Foto: imago images/Norbert Schmidt)

Die Münchner Führungsriege sieht das neue Format und die Aussicht auf viel Geld ganz anders: "Super" und "wunderbar" nannte Ex-Präsident Uli Hoeneß die aufgeblähte Klub-WM als Ersatz für den Confed Cup schon vor einem Jahr. Und auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge fand die Reformpläne "richtig", weil die aktuelle Klub-WM kurz vor Weihnachten "uninteressant", "unpassend" und "nicht lukrativ" sei.

Nach einem Bericht des ZDF sollen die künftig 24 Mannschaften an dem ausgedehnten Turnier allein für ihre Teilnahme jeweils 46,1 Millionen Euro erhalten. Der Titelgewinn soll mit 106 Millionen Euro vergütet werden - die direkte Folge wäre ein noch größerer Wettbewerbsvorteil in der Bundesliga für Serienmeister Bayern, der im Vergleich "nur" 15,25 Millionen Euro als Antrittsgeld für die Champions League in dieser Saison kassierte.

Die nationale Konkurrenz sieht die Pläne kritisch. "Bayern München hat jetzt schon einen finanziellen Vorteil", sagte Trainer Peter Bosz von Bayer Leverkusen. Sport-Geschäftsführer Horst Heldt vom 1. FC Köln spottete: "Sollen sie doch noch einen Wettbewerb erfinden und alle zwei Tage spielen. Ich werde es mir nicht anschauen."

"Es gibt eine Menge Szenarien"

Der FC Bayern gilt als heißer Kandidat für die Teilnahme im nächsten Jahr in China. Die neue Klub-WM soll den Confederations Cup ablösen und statt der unbeliebten jährlichen Ausgabe im Winter nur noch alle vier Jahre für fast drei Wochen im Sommer stattfinden. Acht Starter sollen aus Europa kommen. Darunter die Champions-League-Sieger der Jahre 2018 (Real Madrid), 2019 (FC Liverpool), 2020 und 2021 sowie die besten vier weiteren Vereine der Uefa-Klub-Rangliste - die vermeintliche Eintrittskarte für den FC Bayern.

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Kölns Horst Heldt sagt, er werde sich die neue Klub-WM nicht anschauen.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Einzige Einschränkung: Maximal zwei Vereine aus einem Land dürfen teilnehmen. Ob sich das Starensemble um Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Co. tatsächlich am großen Kuchen beteiligen darf, wird sich Anfang März endgültig herausstellen. Dann will der Weltverband Fifa die Teilnehmer offiziell verkünden.

"Es gibt wirklich eine Menge Szenarien. Und das Szenario mit Bayern München könnte eines sein. Aber es ist nur eine Schublade von Möglichkeiten. Ob die favorisiert ist, kann ich nicht sagen", sagte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union Uefa. "Wie bereits kommuniziert, wird das Modell zur Bestimmung der Klubs, die sich aus jeder Konföderation für die Fifa Klub-Weltmeisterschaft 2021 qualifizieren, in einem Beratungsprozess endgültig festgelegt. Weitere Einzelheiten zum Wettbewerb werden folgen", teilte ein Fifa-Sprecher mit.

Quelle: ntv.de, Lars Weiske, sid