Fußball

Blatter sichert Unterstützung zu Fifa stellt Ermittlern Bedingungen

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Joseph Blatter (r.) sichert den Ermittlern Unterstützung zu, derweil stellt die Fifa im Fall Jerome Valcke (l.) aber Bedingungen

(Foto: dpa)

Joseph Blatter will mithelfen, der Fifa neue Glaubwürdigkeit zu verleihen. In seiner wöchentlichen Kolumne schreibt er, dass der Weltverband alle Ermittlungen unterstützen werde. Parallel dazu stellt die Fifa im Fall Valcke allerdings Bedingungen an die Ermittler.

Der scheidende Fifa-Präsident Joseph Blatter hat den staatlichen Ermittlern im Fußball-Korruptionsskandal volle Hilfe zugesagt. "Die Fifa unterstützt die Aktionen der amerikanischen und Schweizer Behörden und wird dies auch weiter tun, egal wie nahe diese Untersuchungen ans Innerste kommen werden", schrieb der Schweizer in seiner Kolumne im wöchentlichen Magazin "Fifa Weekly". "Das ist der schwierige Weg, dem wir folgen müssen, wenn wir den Wandel ernst nehmen".

Zuletzt war der Generalsekretär des Fußball-Weltverbands, Jérôme Valcke, wegen "einer Reihe von Anschuldigungen" suspendiert worden. Nach Angaben der Schweizer Staatsanwaltschaft will die Fifa aber nur unter bestimmten Voraussetzungen Einsicht in die E-Mails des Franzosen geben. Andre Marty, der Sprecher des Schweizer Bundesanwalts Michael Lauber, wollte die geforderten Bedingungen der Fifa aber nicht näher erläutern. Er bestätigte allerdings, dass Lauber zuvor Einsicht in die Konten gefordert hatte.

Persönliche Gewinnbeteiligungen

Valcke war am vergangenen Donnerstag nach achtjähriger Amtszeit von seinen Aufgaben entbunden worden. Nur Stunden zuvor hatten Mitarbeiter einer Züricher Ticketing-Agentur öffentlich erklärt, der 54-Jährige habe in seiner Fifa-Funktion bei Verhandlungen über Verträge in Zusammenhang mit den WM-Endrunden von 2010 bis 2022 persönliche Gewinnbeteiligungen in Millionenhöhe ausgehandelt. Valcke, der auch nach Angaben der Belastungszeugen letztlich kein Geld erhalten haben soll, weist sämtliche Anschuldigungen bislang zurück und hat sich an einen unbekannten Ort zurückgezogen.

Blatter zeigte sich indes zuversichtlich, dass das neue Reformkomitee unter dem Vorsitz von François Carrard ein Paket erarbeiten werde, um "Glaubwürdigkeit und Vertrauen" in der FIFA wiederherzustellen. "Wir müssen zeigen, dass wir die Schwere der Situation verstehen und dass wir zu den richtigen Schritten bereit sind, es zu reparieren", sagte der 79-Jährige, der am 26. Februar 2016 sein Amt aufgeben will.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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