Fußball

Hamburger SV im Abstiegskampf Fink bleibt sieglos locker

Thorsten Fink glaubt an seine Mannschaft. Am Ende werde der HSV mit dem Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga nichts zu tun haben, behauptet der Trainer nach den ersten beiden Wochen an der Elbe. Auf Rotsünder Rajkovic kann der Tabellen-16. in den nächsten Wochen wohl nicht zurückgreifen.

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"Als Optimist sage ich, wir haben Moral und eine Riesen-Energieleistung gezeigt": Thorsten Fink.

(Foto: dpa)

Thorsten Fink hat mit dem Hamburger SV in der Bundesliga noch nicht gewonnen, gibt sich aber erstaunlich gelassen. "Wir werden lange gegen den Abstieg spielen, am Ende aber nichts damit zu tun haben und einen gesicherten Mittelfeldplatz einnehmen", sagte der Trainer nach dem hitzigen 1:1 (0:1) im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Ich denke, wir haben kein Qualitätsproblem. Sonst wäre ich ja nicht gekommen."

Dreimal geriet der HSV in den vergangenen drei Pflichtspielen in Rückstand, jeweils ein 1:1 gegen Wolfsburg und Lautern sowie der 2:1-Pokalerfolg in Trier sind Finks erste Ausbeute. Den Mund habe er nicht zu voll genommen, als er zwei Siege in Trier und gegen Lautern forderte, behauptet der Bundesliga-Trainerneuling: "Als Optimist sage ich, wir haben Moral und eine Riesen-Energieleistung gezeigt. Eine Mannschaft, die nicht lebt, kommt nicht dreimal zurück." Fink hat ein Heim-Manko erkannt. "Es scheint ja so, dass wir auswärts stärker sind", sagte er. So kann er der schweren Pokalreise vor Weihnachten zum VfB Stuttgart etwas Gutes abgewinnen: "Es hätte leichter sein können, aber wir haben zuletzt dort gewonnen". Der Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow nahm das Los nicht so gefasst auf: "Das ist ja fast wie Bayern".

"Ich wollte ihn nicht verletzen"

Schnell zurück zur Mannschaft stoßen wird auf keinen Fall Innenverteidiger Rajkovic nach seinem harten Einsteigen gegen Christian Tiffert und der Roten Karte. Auch wenn der blutende FCK-Kapitän ihn fast in Schutz nahm ("Rajkovic schlägt nicht nach mir"), wird das DFB-Sportgericht den 21-Jährigen nach den brutalen Fernsehbildern wohl kaum glimpflich davonkommen lassen. Da hilft es wenig, dass der Serbe behauptet: "Ich wollte ihn nicht verletzen". "Das war keine Tätlichkeit, er macht es nicht mit Absicht, er schlägt nicht nach ihm", sagte Sportchef Frank Arnesen. Nach der emotionalen Schiedsrichterschelte wollte er am Tag danach nicht weiter Öl ins Feuer gießen: "Wir warten jetzt einfach ab, wie hoch das Strafmaß wird". Vom DFB habe man noch nichts gehört.

Mit zehn Spielern stellte sich der seit siebeneinhalb Monaten im Volkspark erfolglose Gastgeber beim Gegentor von Pierre de Wit (38. Minute) hilflos an, kam aber immerhin durch den starken Paolo Guerrero (65.) noch einmal zurück. Am Samstag in Leverkusen (18.30 Uhr) und vermutlich im nächsten Heimspiel nach der Bundesliga-Pause gegen Hoffenheim muss Fink in der Zentrale auf Heiko Westermann und Jeffrey Bruma setzen. Und Marcell Jansen, der unter Fink wieder auf dem linken Flügel spielen darf, aber noch großes Steigerungspotenzial hat, freut sich auf die nächsten Spiele: "Wir müssen uns jetzt so gut konzentrieren, so gut arbeiten, dass wir was mitnehmen in Leverkusen, das ist erst mal vorrangig."

Quelle: ntv.de, Britta Körber, dpa