Fußball

Rebic wechselt nach Mailand Frankfurts Büffelherde hat sich aufgelöst

imago41969049h.jpg

Ante Rebic bekommt wohl seinen Willen: Der Stürmer soll vor einem Wechsel nach Mailand stehen.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Sebastien Haller und Luka Jovic sind bereits weg, nun verlässt auch Ante Rebic den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Damit haben die Hessen innerhalb einer Transferperiode ihren kompletten Sturm verloren - allerdings auch mehr als 100 Millionen Euro erlöst.

Der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic verlässt den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt in Richtung Italien. Die Hessen teilten vor dem Punktspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit, dass Rebic "auf eigenen Wunsch nicht im Kader" stehe. Nach dem Schlusspfiff bestätigte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic den Wechsel: "Es war sein ganz großer Wunsch, nach Italien zu gehen. Er sucht eine neue Herausforderung", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei Sky. Im Gegenzug kommt der Portugiese André Silva vom AC Mailand zu den Hessen, wie Bobic bestätigt. "Er hat unheimlich viel Potenzial", sagte Bobic.

*Datenschutz

Vor dem Spiel hatte sich Bobic noch bedeckt gehalten:. "Es sind noch viele Wenns und Abers dabei", sagte Bobic bei Sky und betonte: "Alles muss passen. Es geht nicht nur ums Geld, es geht um Sinnhaftigkeit. Am Ende des Tages werden wir auch einen Spieler bekommen, wenn es funktioniert." Auch ein Verbleib von Rebic sei nicht ausgeschlossen. "Wenn er hier bleibt, sind wir genauso glücklich wie wenn es funktioniert", sagte Bobic. "Es ist immer lustig, das solche Sachen am Ende des Fensters passieren. Es ist ein verrückter Transfersommer", sagte er.

Rebic hatte den Anfang der Begegnung noch in Frankfurt verfolgt, war dann aber aufgebrochen. "Er fliegt gerade nach Mailand, er hat noch einen Tritt in den Hintern bekommen, und dann konnte er gehen", sagte Bobic mit einem Augenzwinkern: "Es ist sein großer Wunsch, nach Italien zu gehen. So ist es im Fußball eben. Ante hat hier drei überragende Jahre gehabt. Wahrscheinlich die besten seiner Karriere. Aber er hat eine Phase gehabt, wo er sehr launisch war und vielleicht ein wenig zu sehr gedrängt hat auf diesen Wechsel."

Torjäger mit schwachem Abschluss

Der Stürmer hatte in der Saison 2016/17 als Leihspieler bei der Eintracht unter Vertrag gestanden, danach verpflichteten die Frankfurter den Stürmer fest. Mit zwei Final-Treffern besaß Rebic 2018 maßgeblichen Anteil am DFB-Pokalsieg der Eintracht gegen Bayern München (3:1). Trotz lukrativer Angebote entschied er sich im folgenden Sommer aber für einen Verbleib am Main. In den vergangenen Wochen hatte sich ein Abschied allerdings abgezeichnet.

Der 25-Jährige legte häufig eine lustlose Einstellung an den Tag, vor allem beim Play-off-Hinspiel bei Racing Straßburg in der vergangenen Woche enttäuschte er auf ganzer Linie. Im Rückspiel am Donnerstag wirkte Rebic engagierter, flog kurz vor der Halbzeit aber mit Rot vom Platz. Für die Frankfurter bestritt der kroatische Vize-Weltmeister insgesamt 100 Pflichtspiele, in denen er 25 Tore erzielte.

Als Ablösesumme sind zwischen 30 und 40 Millionen Euro im Gespräch, von denen die Eintracht aber die Hälfte an den AC Florenz, den ehemaligen Klub von Rebic, abtreten muss. Nach Luka Jovic (Real Madrid, 60 Millionen Euro Ablöse) und Sebastien Haller (West Ham United, 40 Millionen Euro) ist damit auch der letzte Verbliebene der Frankfurter "Büffelherde", die in der vergangenen Saison für Furore gesorgt hatte, in Frankfurt Geschichte.

Quelle: n-tv.de, ter/sid/dpa

Mehr zum Thema