Fußball

Vom FC Bayern zu Tianjin Teda Frustrierter Wagner versucht es nun in China

Isar ade, ab ans Gelbe Meer: Fußballprofi Sandro Wagner packt seine Sachen, verlässt den Bundesligisten FC Bayern und spielt demnächst für den chinesischen Erstligisten Tianjin Teda. Dass er das mit seinen 31 Jahren für mutmaßlich sehr viel Geld tut, ist eher keine Überraschung.

Der Wechsel von Sandro Wagner vom FC Bayern nach China ist perfekt. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, verpflichtet Erstligist Tianjin Teda den achtmaligen deutschen Nationalspieler. Der 31-Jährige erhält bei der Mannschaft von Trainer Uli Stielike einen angeblich hoch dotierten Vertrag. Auf Fragen nach einer kolportierten Ablösesumme von fünf Millionen Euro und seinem Gehalt wollte sich eine Sprecherin nicht äußern: "Wir können ihnen dazu nichts sagen." Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic erklärte: "Sandro Wagner kam auf uns zu und hat um Freigabe aus seinem Vertrag gebeten. Er hat ein sehr attraktives Angebot aus China vorliegen und wir haben daher seinem Wunsch entsprochen."

Wagner war vor einem Jahr für zwölf Millionen Euro von der TSG Hoffenheim in seine Geburtsstadt München zurückgekehrt. Zum zweiten Mal spielte er seitdem beim FC Bayern. "Eine lange Reise geht für mich zu Ende, ich komme wieder nach Hause zu meinem Verein, in meine Heimat", hatte Wagner bei seiner Rückkehr gesagt. Der FC Bayern legte dem Stürmer, der zuvor auch schon bei Werder Bremen oder Hertha BSC gespielt hatte, nun keine Steine in den Weg, zumal der Wechsel für den eingeleiteten Umbruch einen Kaderplatz freimacht und einige Millionen in die Kasse bringt. Bei Trainer Niko Kovac spielte Wagner ohnehin keine Rolle mehr.

Beim 3:1 in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim und jüngst beim 4:1 im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart war nicht einmal Platz im Kader und er hockte gefrustet auf der Tribüne. Die Aussicht auf einen Platz im WM-Kader 2018 ließ den Angreifer zunächst gerne die Backup-Rolle für Robert Lewandowski einnehmen. Wagner jubelte als deutscher Meister, trat vollmundig mit forschen Aussagen auf und bekam unter Trainer Jupp Heynckes auch ordentlich Einsatzzeit. Unter Heynckes' Nachfolger Kovac änderte sich in dieser Saison seine Lage aber. Den Sprung zur WM schaffte er nicht und trat frustriert zurück. Bei Tianjin Teda, dem Tabellenvierzehnten der vergangenen Saison in der chinesischen Super League, setzt Wagner auf deutlich mehr Spielanteile.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa