Fußball

Rebics Horror-Tritt zum Restart Fünf dramatisch hässliche Sekunden Fußball

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Lustig: Die Profis des AC Milan wollten über den Platzverweis von Ante Rebic diskutieren.

(Foto: imago images/LaPresse)

Als in Deutschland der Ball noch rollt, ist in Italien schon lange Pause. Nach langen Monaten voller Horror-Meldungen in der Pandemie, kehrt der italienische Fußball wieder in den Spielbetrieb zurück. Und produziert trotz eines klangvollen Duells unschöne Bilder.

Vor fast vier Monaten trafen sich Juventus Turin und der AC Milan zum Hinspiel im Halbfinale der Coppa Italia: Am 13. Februar endete das Spiel in Mailand 1:1. Danach kam der italienische Fußball im Zuge der Corona-Pandemie schnell zum Erliegen. Nun ist er wieder da - mit dem Rückspiel, das sich nicht nur mit der schieren Nachricht der Rückkehr historisch gemacht hat, sondern auch mit völlig kuriosen, hässlichen fünf Sekunden im Gedächtnis bleibt.

Denn so lange dauerte es, bis der Ball nach einer guten Viertelstunde vom Pfosten des Mailänder Tores zumindest in die ungefähre Nähe des Fußes von Ante Rebic brauchte. Initial auf die Reise geschickt hatte ihn Juve-Superstar Cristiano Ronaldo, der sich einen nicht unumstrittenen Handelfmeter erwurschtelt hatte und diesen an eben jenen Pfosten setzte, von dem der Ball über wenige Stationen seinen Weg in Richtung Mittellinie fand. Dort wollte ihn Rebic, der einstige Stürmer von Eintracht Frankfurt und inzwischen in Diensten des AC Milan, per Kung-Fu-Technik erreichen.

Und streckte Juventus-Verteidiger Danilo derart erbarmungslos - mit dem Fuß voran in Gesichtshöhe - nieder, dass Rebic' ehemaligen Mannschaftskameraden Mijat Gacinovic ein plötzlicher Phantomschmerz durchzuckt haben dürfte. So ähnlich war die Attacke dem Foul des Schalkers Alexander Nübel, der Gacinovic im Dezember erwischt hatte - und dafür beinahe mit seinem vorzeitigen Schalke-Abschied bezahlt hätte.

Erinnern Sie sich: Der fünffache Weltfußballer erarbeitet sich einen Elfmeter, schubst den nur an den Innenpfosten und unmittelbar danach geht alles schief. Schon wieder. In sechs Sekunden. Fußball kann so hässlich sein. Am Ende reicht Juventus übrigens ein 0:0, damit steht die "Alte Dame" im Finale. Wegen eines Auswärtstores von vor vier Monaten.

Quelle: ntv.de, ter