Fußball

Messi und der Mega-Vertrag Für Barça könnte der Albtraum zu Ende sein

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Lionel Messi muss bald eine Entscheidung treffen.

(Foto: picture alliance / DPPI media)

Lionel Messi hält den FC Barcelona in Atem: Seit seiner Abschiedsankündigung im vergangenen Sommer wartet ganz Barça, die gesamte Fußballwelt auf ein Bekenntnis des Superstars: Für seinen Klub oder für einen neuen. Eine Entscheidung rückt nun offenbar näher.

Folgt auf den Schock ganz bald die Erlösung? Der FC Barcelona erlebte am Donnerstagabend einen Tiefschlag von Pleite: Im Heimspiel gegen den FC Granada patzte der Großklub im Meisterschaftskampf. Barça verlor trotz klarer Dominanz mit 1:2 (0:1). Trainer Ronald Koeman sah eine knappe halbe Stunde vor dem Ende die Rote Karte, am Ende feierten die Gäste ihren ersten Sieg beim FC Barcelona überhaupt. Statt zumindest vorerst an die Tabellenspitze zu stürmen, gerät Barca nun wieder ins Hintertreffen.

Aber all das könnte schnell egal sein, wenn wahr ist, was die englische "Times" und andere schreiben: Lionel Messi, Vereinsikone, vielfacher Weltfußballer, Klubheiliger, soll doch weiter für den FC Barcelona spielen. Der seit dem vergangenen Sommer, seit den mit großer, für alle rund um den Klub schmerzhafter Vehemenz vorgetragenen Fluchtwünschen des Argentiniers, andauernden Albtraum könnte zu Ende gehen.

Demnach soll Messi einen Zehnjahresvertrag bei dem Klub unterschreiben, für den der 33-Jährige seit zwei Jahrzehnten spielt. Dies sei das Resultat aus Verhandlungen zwischen dem Tabellendritten der spanischen La Liga und Jorge Messi - dem Vater und Berater des argentinischen Superstars. Laut "Times"-Informationen würde Messi sogar Abstriche bei seinem fürstlichen Gehalt von über 670.000 Euro pro Woche machen. Eine Entscheidung sei im Messi-Clan jedoch noch nicht gefallen.

Angebot von PSG?

Der "Times" zufolge wird Messi nicht nur ermöglicht seinen Traum, während seiner aktiven Karriere Station in der nordamerikanischen Profiliga MLS zu machen, zu erfüllen, sondern auch eine Stelle als Klubbotschafter im Anschluss an seine Zeit als Fußballprofi zugesichert. Zudem soll ein Posten in der Vereinsführung für Messi in Zukunft reserviert sein. Zuletzt meldeten spanische Medien, dass der Scheichklub Paris Saint-Germain Messi einen unterschriftsreifen Vertrag vorgelegt habe, dessen finanzielle Dimension für alle anderen Fußballklubs der Welt "unerfüllbar" sei. Verlängert Messi seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht, könnte er den Verein ablösefrei verlassen.

Im vorigen Sommer hatte Messi nach der 2:8-Pleite im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern versucht, den Verein zu verlassen. Er wurde aber vom später zurückgetretenen Klubboss Josep Bartomeu daran gehindert. Es war nicht nur die Angst vor dem sportlichen Bedeutungsverlust, die Messi von seinem Klub weggetrieben hatte, es waren auch atmosphärische Störungen.

Ex-Präsident Bartomeu muss sich wohl juristisch wegen einer Verleumdungskampagne gegen seinen Spieler verantworten, für herbe Enttäuschung sorgte bei Messi aber auch der trostlose Abschied von Luis Suarez. Der war Messis bester Kumpel im Barça-Kader, nach dem Ende einer bitteren Saison, die für den stolzen Verein mit einer 2:8-Pleite gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League ein schlimmes Ende fand, schickte man den Uruguayer einfach weg.

Der nächste Mega-Vertrag?

Das stieß Messi sauer auf: "Die Wahrheit ist, dass mich an diesem Punkt nichts mehr überrascht", schrieb der 33-jährige Argentinier in seiner Abschiedsbotschaft auf Instagram. "Du hättest es verdient, verabschiedet zu werden als das, was du bist: einer der wichtigsten Spieler in der Geschichte des Klubs", schrieb Messi: "Und nicht verabschiedet zu werden, wie sie es gemacht haben." Das Tischtuch zwischen Messi und "seinem" Klub schien zerschnitten.

Der Superstar hatte dem spanischen Topklub aber längst mitgeteilt, dass er "unter Bedingungen" zur Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrages bereit sei, berichtete der staatliche spanische Fernsehsender "RTVE" ohne Angabe von Quellen. Messi soll laut Medienberichten schon seit Jahren vor allem auf eine Verstärkung des Teams drängen, damit der FC Barcelona erstmals seit dem Triumph von 2015 wieder um den Champions-League-Titel spielen kann. Die katalanische Zeitung "Sport" berichtete, der neue Klubboss Laporta wolle unter anderem den 2017 nach Paris gewechselten Brasilianer Neymar im Sommer zurückholen, um Messi zum Bleiben zu überreden. Neymar gilt als enger Freund des Argentiniers.

Für Laporta, so sagte es der Klubboss nach seiner Wahl im Februar, ist ein Verbleib Messis ohnehin nur noch ein wenig Fleisch entfernt: "Das löse ich auf einer Grillparty", hatte der 58-Jährige erst drei Tage vor der Abstimmung versichert. "Wir sind alle eine große Familie." Finanziell könnte sich Messi ein Entgegenkommen durchaus leisten: Im Januar hatte die Zeitung "El Mundo" von einem vertragsdokument berichtet, aus dem hervorgeht, dass Messi vom 30. Juni 2017 bis 30. Juni 2021 als Spieler des FC Barcelona insgesamt 555.237.619 Euro brutto erhalte. Das entspräche einem Brutto-Jahresgehalt von rund 138,8 Millionen Euro, netto soll Messi 74,9 Millionen Euro erhalten haben.

Quelle: ntv.de, ter

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