Fußball

"Schwer, nein zu sagen" Haaland-Berater macht Stress beim BVB

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Mino Raiola arbeitet an Erling Haalands Abschied aus Dortmund.

(Foto: imago images/LaPresse)

Mino Raiola ist ein Meister seines Fachs, der Italiener berät einige der gefragtesten Fußballer der Welt. Für die Vereine bedeutet Raiola Stress. Bei Borussia Dortmund müssen sie Raiola im Falle ihres wichtigsten Spielers aushalten. Geht es nach Raiola, dann ist der Stress bald vorbei.

Nach Meinung von Erling Haalands Berater Mino Raiola wird Borussia Dortmund den Fußball-Stürmerstar nur schwer halten können. "Wenn ein Verein wie Barcelona oder Madrid kommt, so groß und mit so viel Geschichte, ist es schwer, nein zu sagen", sagte Raiola der spanischen Fachzeitung "AS". Dortmund erklärt bisher, dass man den Spieler nicht ziehen lassen wolle. "Aber man muss abwarten, ob diese Aussage bis zum 1. September Bestand hat", meinte der italienische Spielervermittler in dem Interview. BVB-Sportdirektor Michael Zorc stellte allerdings vor dem Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel am Abend erneut klar, dass Dortmund für die kommende Saison mit Haaland plant. Der ebenfalls von einigen Top-Klubs umworbene Engländer Jadon Sancho könne "unter bestimmten Voraussetzungen wechseln", sagte Zorc in der ARD. "Bei Erling gibt es eben diese Vereinbarung nicht", ergänzte der BVB-Sportdirektor.

Raiola hatte im April einen Dortmund-Abschied von Haaland im Sommer ausdrücklich nicht ausgeschlossen. "Ich kann bestätigen, dass ich in Dortmund zu Gesprächen war", sagte der 53-Jährige Sport1. "Michael Zorc hat uns gegenüber klargemacht, dass der BVB Erling in diesem Sommer nicht verkaufen will. Diese Meinung respektiere ich, was aber nicht automatisch heißt, dass ich auch der gleichen Auffassung bin. Der BVB war sehr klar in seinen Ansichten. Das ist für uns okay."

"Nicht interessiert, was er heute sagt"

Auf die Frage, ob Haaland einen Wunsch geäußert habe, sagte Raiola: "Nein, weil mich gar nicht interessiert, was er heute sagt. Er muss mir was sagen, wenn in meinem Kopf alles klar ist und ich ihm Alternativen anbieten kann." Es gebe viele Vereine, die an einer Verpflichtung des 20 Jahre alten Norwegers interessiert seien. "Stars wie Zlatan Ibrahimovic, Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi kommen allmählich in die Jahre, und jeder fragt sich: 'Wie lange können wir sie noch bewundern?'", hatte der Italiener schon im Februar der BBC gesagt.

"Ich glaube nicht, dass es weltweit einen Sportdirektor oder Trainer gibt, der sagen würde: nicht interessiert", meinte das Berater-Schwergewicht. Allerdings könnten sich "nur maximal zehn Klubs" den erst 20 Jahre alten BVB-Torjäger leisten und ihm "die Bühne bieten, die du gerne hättest, wenn du in Dortmund warst." Dortmund kämpft drei Spieltage vor Schluss noch um den neuerlichen Einzug in die Champions League, die ganz große Bühne des europäischen Fußballs.

Zu den ganz großen Klubs gehörten unter anderem Paris Saint-Germain, Manchester City und Juventus Turin. Bei einem eventuellen Wechsel sei das finanzielle Angebot aber nicht das Wichtigste. "Es muss auch ein bedeutendes Projekt vorhanden sein." Im kommenden Sommer könnte der BVB durch ein Wettbieten der großen Klubs eine astronomische Ablösesumme für Haaland erzielen, für das nächste Jahr soll der Norweger eine Ausstiegsklausel für einen vergleichsweise geringen Betrag in seinem Vertrag stehen haben. Die Rede ist von knapp 80 Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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