Fußball

Castro mit Traumtor zum Remis Fürth erkämpft ersten Auswärtspunkt

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Joakim Nilsson (Bielefeld) und Jamie Leweling (SpVgg Greuther Fürth) lieferten sich ein umkämpftes Duell.

(Foto: imago images/Ulrich Hufnagel)

Zum Abschluss der 19. Spieltags der Fußball-Bundesliga kann im Kellerduell kein Team einen Dreier einfahren: Greuther Fürth sichert sich dennoch den ersten Auswärtspunkt. Ohne die Genialität von Gonzalo Castor hätte es für die Kleeblätter sogar zu einem Sieg gereicht.

Arminia Bielefeld hat im Kellerduell der Fußball-Bundesliga die große Chance vertan, erstmals seit vier Monaten die Abstiegszone zu verlassen. Die Ostwestfalen kamen gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Greuther Fürth nur zu einem enttäuschenden 2:2 (1:1) - das allerdings auch den Franken nicht nennenswert weiterhilft.

Masaya Okugawa (8.), der im vierten Ligaspiel in Folge erfolgreich war, brachte die Hausherren in Führung, die ihren dritten Sieg aus den letzten vier Spielen fest eingeplant hatten. Letztlich musste Arminia über den späten Ausgleich durch einen Fernschuss von Joker Gonzalo Castro (83.) glücklich sein. "Letztendlich können wir mit dem Punkt zufrieden sein", meinte Castro bei DAZN: "Wir hatten uns gewünscht, mit drei Punkten ein bisschen näher an die anderen Mannschaften ranzukommen. Das ist leider nicht gelungen."

Fürth verpasste den zweiten Saisonerfolg, der wohl notwendig gewesen wäre, um im Rennen zu bleiben. Der Relegationsplatz, den nun Bielefeld einnimmt, ist elf Zähler entfernt. U21-Nationalspieler Jamie Leweling (35.) und der 28 Sekunden zuvor eingewechselte Havard Nielsen (67.) trafen für die Gäste.

Ausgleich ohne jede Not

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass das ein richtiger Kampf wird. Die Fürther haben sich ebenfalls stabilisiert", sagte Arminia-Trainer Frank Kramer vor dem Duell mit seinem früheren Arbeitgeber - in der ersten Fürther Bundesliga-Saison 2012/13 war er in den letzten neun Spielen für die Franken verantwortlich. "Es wird ein heißer Tanz", prophezeite Kramer. Der 49-Jährige durfte allerdings früh im Spiel erstmal aufatmen. Seine Mannschaft nahm die ungewohnte Favoritenrolle an. Der flinke Japaner Okugawa, seit Wochen Bielefelds Bester, zog mit dem Ball am Fuß in den Strafraum, wurde von zwei Fürthern nicht konsequent angegriffen und traf vor 750 Zuschauern aus kompliziertem Winkel zur Führung.

Die defensivstarken Arminen konnten den Gegner, der ohne jeden Auswärtspunkt angereist war, nun kommen lassen. Fürth bemühte sich wie gewohnt, allein: Es passierte wenig vor dem Tor von Stefan Ortega. Bielefeld wiederum konterte gefällig, Patrick Wimmer (23.) und Florian Krüger (33.) setzten bei ihren Abschlüssen aber etwas zu hoch an. Ohne jede Not kassierte Bielefeld in der 35. Minute den Ausgleich. Leweling stand nach einem tiefen Fürther Ballgewinn allein gegen zwei Arminen, schüttelte Andres Andrade im Laufduell ab und überwand Ortega mit einem platzierten Abschluss.

Das Spiel war wie erwartet kein Leckerbissen, nach dem Ausgleich aber vollkommen offen. So zwang Fürths Timothy Tillman mit einem direkten Freistoß Ortega zu einer Glanztat (53.). Die Bedeutung des Spiels zeigte sich in der Emotionalität der Akteure - auf dem Platz und an den Bänken.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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