Gegen Vereinsregeln gehandeltAufstiegsheld Glatzel fliegt nach Interview aus HSV-Kader

Der Hamburger SV streicht seinen Stürmer Robert Glatzel aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader für das Spiel bei Borussia Dortmund gestrichen. Das ist eine Reaktion auf das Frust-Interview des Stürmers.
Nach seiner öffentlichen Kritik fehlt Stürmer Robert Glatzel beim Bundesligaspiel des Hamburger SV bei Borussia Dortmund aus disziplinarischen Gründen. Trainer Merlin Polzin strich den Angreifer, der sich in der "Hamburger Morgenpost" über seine geringen Einsatzzeiten beklagt hatte, aus dem Kader für die Partie am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de).
Der HSV-Coach hatte am Donnerstag erklärt, dass jedem Spieler seine Meinung zustehe. Diese derart in die Öffentlichkeit zu tragen, sei allerdings nicht der richtige Weg und lasse sich nicht mit den Regeln und der Haltung des Vereins in Einklang bringen. Er habe mit Glatzel "ein offenes, klärendes Gespräch" geführt. Polzin bestätigte zudem, dass Glatzels Vorstoß im Klub auch "eine Ebene höher" zum Thema geworden sei. Insgesamt seien "klare Worte" gefallen.
Schon nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen Anfang März sei er in den Austausch mit Polzin gegangen, berichtete Glatzel in dem Artikel. "Warum ich dann auch die nächsten beiden Spiele nur auf der Bank saß, kann ich nicht verstehen", sagte er unter anderem. Polzin hatte zuletzt dem Winterzugang Damion Downs wiederholt den Vorzug gegeben, der Ex-Kölner wartet aber weiter auf seinen ersten Treffer im HSV-Trikot.
Obwohl Glatzel seit Januar wieder fit ist, spielte der zu den Hamburger Aufstiegshelden gehörende Stürmer in den vergangenen vier Spielen zur Irritation vieler Beobachter und Fans überhaupt keine Rolle und saß auf der Bank. Insgesamt kommt er in der laufenden Serie auf lediglich 16 Einsätze.
Glatzel steht noch ein Jahr in Hamburg unter Vertrag. "Klar ist aber auch, dass ich so eine Situation, wie ich sie in den letzten neun Monaten hatte, auf keinen Fall noch mal erleben will. Das steht für mich fest", sagte er. Es sei unwahrscheinlich, dass sich seine Situation noch mal wieder um 180 Grad drehen werde. Er wünsche sich für die verbleibenden Spiele, dass der HSV den Klassenerhalt schaffe. "Das ist das Wichtigste", stellte der Angreifer klar.