Fußball

Rummenigges Dominostein? Griezmann für 120 Millionen Euro zu Barça

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Demnächst im Trikot des FC Barcelona: Antoine Griezmann.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der französische Fußballweltmeister Antoine Griezmann hat einen neuen Arbeitgeber. Der 28 Jahre alte Angreifer wechselt innerhalb der Primera División von Atlético Madrid zum spanischen Meister FC Barcelona. Billig ist der Spaß nicht, 120 Millionen Euro - zu wenig, sagt Atlético und protestiert.

Der französische Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann wechselt nach einem langen Transferpoker von Atlético Madrid zum spanischen Meister FC Barcelona. Das teilten die Katalanen mit, nachdem nun die Madrilenen die festgeschriebene Ablösesumme von 120 Millionen Euro hinterlegt hatten. Der 28 Jahre alte Offensivspieler unterschrieb beim Klub des argentinischen Superstars Lionel Messi und des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024.

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Darin enthalten ist eine Ausstiegsklausel. Wer sich nun Griezmanns fußballerische Dienste sichern will, muss 800 Millionen Euro bezahlen. Atlético hat allerdings Protest gegen den Transfer eingelegt. Die 120 Millionen Euro reichten nicht, um den noch bis 2023 laufenden Vertrag zu lösen. Die Madrilenen argumentieren, Griezmann und Barcelona seien sich bereits über den Wechsel einig geworden, als die Ausstiegsklausel noch 200 Millionen Euro betragen habe. Diese war erst am 1. Juli gesunken.

"Antoine Griezmann ist einer der besten Spieler der Welt", schrieb der FC Barcelona auf seiner Homepage. Auf Twitter verbreitete der Klub Bilder mit ihm im Barça-Trikot: "C'est magnifique!" ("Das ist wundervoll!"). Die Sportzeitung "Marca" schrieb: "Damit geht eine lange Seifenoper zu Ende." Am Ende ging alles schnell. Mittags legte ein Anwalt des Franzosen der spanischen La Liga die Transfer-Unterlagen vor, am Nachmittag war alles geregelt. Griezmann stand bereit, um ins Flugzeug nach Barcelona zu steigen. "Eine alte Sehnsucht der Azulgrana wird endlich Wirklichkeit", konstatierte "Marca". Griezmann hatte schon im vergangenen Jahr wechseln wollen, entschied sich aber in letzter Minute anders.

Was macht Dembélé?

Nun hat sich der Angreifer den Weg zu den Katalanen freigestreikt und sich geweigert, mit seinen Kollegen bei Atlético zu trainieren. Er flog auch nicht mit der Mannschaft in die USA. Die Madrilenen drohten daraufhin mit einer Vertragsstrafe. Breits im Mai hatte Griezmann  angekündigt, den Klub verlassen zu wollen. Beim Team von Trainer Diego Simeone hatte er seit 2014 gespielt, erst im vergangenen Jahr verlängerte er seinen Vertrag bis 2023.

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Und er nun zum FC Bayern? Ousmane Dembélé.

(Foto: imago images / PA Images)

Der Torschützenkönig der Europameisterschaft von 2016 war in den vergangenen fünf Jahren bei den Hauptstädtern mit 133 Toren in 257 Spielen der prägende Offensivspieler. Der Transfer zog sich hin, weil Barcelona die Ablösesumme angeblich in Raten zahlen wollte. Atlético soll dies abgelehnt haben. Jetzt ist das Geld da, das der Klub dringend benötigt.

Die Transfereinnahmen steigen auf 310 Millionen Euro, allerdings hat Atlético auch schon für 196 Millionen Euro eingekauft und den ausgeliehenen Spanier Alvaro Morata als potenziellen Nachfolger Griezmanns für 56 Millionen Euro vom FC Chelsea fest verpflichtet. Griezmanns Wechsel könnte nun eine internationale Kettenreaktion nach sich ziehen mit Auswirkungen bis in die Bundesliga. Der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembélé gilt als Kandidat beim Bundesligisten FC Bayern und dürfte bei Barça nun noch weniger Spielzeit bekommen. Die Frage ist nur, ob Griezmanns Nationalmannschaftskollege nun deshalb nach München geht. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte gesagt: "Alles wartet auf diesen einen Dominostein und dann wird noch viel passieren."

Quelle: n-tv.de, sgi/sid/dpa

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