Fußball

Bleibt die CL-Sperre bestehen? Guardiola kann jetzt nur noch hoffen

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Wo geht's Richtung Champions League? Pep Guardiola ist mit Manchester City derzeit nur Beifahrer auf dem Weg in die Königsklasse.

(Foto: imago images/PA Images)

Sportlich hat Pep Guardiola mit Manchester City die Qualifikation für die Champions League klargemacht. Doch ob die Mannschaft tatsächlich dort antreten darf, entscheiden andere. Der Klub muss zittern, doch das Ende der Hängepartie steht unmittelbar bevor.

Teammanager Pep Guardiola von Manchester City hat sich vor der Entscheidung über die Europapokalsperre des englischen Top-Klubs über die sportliche Champions-League-Qualifikation gefreut. "Wir haben es geschafft, wir haben das Spiel gewonnen und uns damit die Qualifikation auf dem Platz gesichert", sagte der Katalane nach dem 5:0 (2:0)-Sieg bei Brighton und Hove Albion. Am Montag wird der Internationale Sportgerichtshof Cas verkünden, ob City tatsächlich für zwei Saisons von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen wird. Auslöser der Ermittlungen waren klubinterne E-Mails und Dokumente, die von der Plattform Football Leaks öffentlich gemacht wurden.

Zuletzt hatte sich Guardiola optimistisch gezeigt, dass er mit Manchester City in der kommenden Saison in der Champions League antreten darf. "Ich habe großes Vertrauen in die Menschen, dass wir in der Champions League spielen dürfen. Das sind die Zeiten, zu denen wir auf dem Spielfeld stehen wollen", sagte der Spanier Anfang Juli. Am Freitag bekräftigte er seine Zuversicht, dass die Sperre aufgehoben wird: "Ich bin für Montag so zuversichtlich, weil ich die Argumente des Klubs kenne, höre und sehe", sagte der 49-Jährige.

Entscheidung steht unmittelbar bevor

Der Internationale Sportgerichtshof Cas wird dann seine Entscheidung über den Einspruch der Citizens gegen die Europapokalsperre verkünden. "Dann werden wir hoffentlich Gewissheit haben für den Verein, alle Mitarbeiter und Spieler", sagte Guardiola: "Danach können wir es angehen, als Klub in den nächsten Jahren weiterzuwachsen." Der Ausschluss aus der Königsklasse würde Man City laut des Portals "insideworldfootball.com" wegen fehlender Einnahmen gut 180 Millionen Euro kosten. Zusätzlich zur Corona-Krise würde das die Handlungsfähigkeit des englischen Vorjahresmeisters auf dem Transfermarkt deutlich einschränken. Mehrere Topstars könnten den Verein verlassen. Schon in dieser Saison hechelte man in der Premier League dem FC Liverpool schon meilenweit abgeschlagen hinterher.

Das unabhängige Finanzkontrollgremium der Europäischen Fußball-Union Uefa hatte am 14. Februar entschieden, das Team um Nationalspieler Ilkay Gündogan aufgrund von "schwerwiegenden Verstößen" gegen das Financial Fairplay zu bestrafen und von allen europäischen Wettbewerben der kommenden zwei Spielzeiten auszuschließen. Zudem wurde der Klub von der Uefa zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro verurteilt. Nach Ansicht des Gremiums hat der Klub zwischen 2012 und 2016 Gelder als Sponsoreneinnahmen aus Abu Dhabi deklariert, die tatsächlich von Manchester Citys Haupteigner, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, gezahlt wurden.

Die Klubverantwortlichen bestreiten die Vorwürfe und zogen vor den Cas. Sollte jener nun die Uefa-Entscheidung kippen, wäre der Verein als Tabellenzweiter der Premier League für die Champions League 2020/21 qualifiziert. Wenn nicht, würde zum ersten Mal eine Sanktion der Europäischen Fußball-Union Uefa wegen Verstößen gegen die Finanzregeln einen wirklich großen Club wirklich hart treffen - und vor dem höchsten Sportgericht bestehen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa