Fußball

"Aus dem Stadion geflüchtet" HSV-Sportdirektor verhöhnt Fink

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Oliver Kreuzer und Thorsten Fink (r.)

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Verhältnis von HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer und Ex-Trainer Thorsten Fink ist alles andere als harmonisch. "Er sollte endlich den Mund halten", fordert der Manager und plaudert aus dem Nähkästchen. Für Fink ist das wenig schmeichelhaft.

Während der HSV in der Fußball-Bundesliga in Richtung Abstieg taumelt, liefern sich Ex-Trainer Thorsten Fink und Sportchef Oliver Kreuzer ein verbales Fernduell. "Mit mir hätte der HSV mit dem Abstieg nichts zu tun", meinte Fink in der "Sportbild". Das sieht Kreuzer anders.

"Thorsten soll sich nicht als Messias hinstellen", schimpfte der Sportdirektor in der "Bild"-Zeitung. "Anscheinend sitzt der Stachel des Rauswurfs noch tief." Kreuzer hatte Fink zu Beginn der laufenden Saison nach nur fünf Spieltagen entlassen. Der HSV hatte unter anderem mit 1:5 gegen Hoffenheim und mit 2:6 gegen Dortmund verloren.

Fink habe ihm nach beiden Niederlagen seinen Rücktritt angeboten, sagte Kreuzer. "Spätestens während der BVB-Partie, wo er drei verschiedene Systeme in einer Halbzeit ausprobierte, hatte er den Überblick verloren." Danach habe er sich auf der Rückbank des Autos eines Freundes aus dem Stadion schleusen lassen.

Auf Fink folgte Bert van Marwijk, danach kam Mirko Slomka. Drei Spieltage vor Saisonende hat der HSV vier Punkte Rückstand auf Rang 15 und kann den Klassenerhalt wohl nur noch über die Relegation erreichen. Das Restprogramm hat es in sich: Auswärts muss der HSV in Augsburg und Mainz antreten, zwischendurch gibt es ein Heimspiel - gegen Bayern München.

Quelle: ntv.de, jga