"Muss aufpassen, was ich sage"HSV-Trainer wütet wegen "absolutem Unding"
Der Hamburger SV startet mit einer Niederlage ins neue Jahr. Trainer Merlin Polzin sieht einen Teil der Verantwortung dafür beim Schiedsrichter-Gespann - und lässt das lautstark alle Welt wissen.
Merlin Polzin wetterte massiv im Breisgauer Schneetreiben. "Ich habe es mehrfach gesehen aus verschiedenen Perspektiven. Es ist mir absolut unerklärlich. Unser Spieler wird im Gesicht getroffen mit dem Ellbogen", schimpfte der Trainer des Hamburger SV nach dem 1:2 (0:0) beim SC Freiburg über Schiedsrichter Timo Gerach und den VAR. Er müsse "aufpassen, was ich jetzt sage", aber: "Das ist Wahnsinn. Es ist mir unerklärlich, wie nach einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel verlieren."
Die Aufregung Polzins resultierte aus der Szene direkt vor dem entscheidenden Treffer der Freiburger durch den eingewechselten Igor Matanovic (83.). Bei einem Kopfballduell wurde der Hamburger Jordan Torunarigha vom Freiburger Johan Manzambi mit dem Ellbogen getroffen. Der Pfiff Gerachs blieb aber ebenso aus wie ein Veto des Videoassistenten Arne Aarnink. ich nicht wahrgenommen und sehe es auch nicht in den Bildern."
"Wie kann man das nicht pfeifen?"
HSV-Profi Nicolaj Remberg war ähnlich wie Polzin außer sich: "Für mich ist das ein klares Foul vor dem 1:2. Der Ellbogen ist für mich richtig im Gesicht. Das ist unglaublich, das ist Wahnsinn", schimpfte der Mittelfeldspieler bei DAZN. "Wie kann man das nicht pfeifen? Der springt ihm doch ganz klar mit dem Ellbogen ins Gesicht."
Schiedsrichter Gerach erklärte seine Entscheidung nach dem Spiel gegenüber DAZN: "Es gibt irgendwo einen Kontakt, aber für mich war das alles fußballtypisch. Es war nicht das Typische: Ich schaue hoch, schaue nach dem Gegenspieler und mache eine Schlagbewegung. Das habe
So startete der HSV auch ins neue Jahr als Auswärts-Punktelieferant. Mit zehn Mann verlor der Aufsteiger trotz Führung zu Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga und wartet seit fast acht Jahren auf einen Erstligasieg in der Fremde. Im ersten Spiel seit dem überraschenden Rückzug von Sportvorstand Stefan Kuntz hatte Daniel Elfadli die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (51.) gesehen.
Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (53.) und der gebürtige Hamburger Matanovic (83.) trafen für die Freiburger, die seit elf Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen sind. Der HSV bleibt in der laufenden Saison das einzige Team ohne Dreier auf gegnerischem Platz.
