Fußball

Anschluss an die Spitze verpasst HSV kann nach Spielunterbrechung Aufstieg fast abschreiben

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Das Spiel zwischen Kiel und Hamburg wurde wegen Pyrotechnik unterbrochen.

(Foto: IMAGO/Eibner)

Gegen extrem effiziente und defensive Kieler findet der Hamburger SV einfach kein Durchkommen und vermasselt die Chance, doch noch einmal an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga heranzurücken. Anfangs muss das Spiel unterbrochen werden. Sandhausen sammelt im Abstiegskampf wichtige Punkte gegen Dresden.

Holstein Kiel - Hamburger SV 1:0 (1:0)

Der Hamburger SV kann die zum vierten Mal angepeilte Bundesliga-Rückkehr erneut fast schon abschreiben. Die Hanseaten verloren das Zweitliga-Nordderby bei Holstein Kiel mit 0:1 (0:1). Der Rückstand des Tabellensechsten auf den Relegationsplatz drei beträgt sieben Punkte.

Den Treffer des Tages für die gegen den HSV in der 2. Liga weiterhin ungeschlagenen Gastgeber erzielte Kwasi Wriedt in der 13. Minute. Der Torjäger schloss einen Alleingang eiskalt ab, vorausgegangen war ein Ballverlust von Bakery Jatta.

Vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion ließen sich die Gäste von dem frühen Rückstand zwar nicht aus dem Konzept bringen, fanden aber gegen die defensiv orientierten Störche kein Durchkommen. Die erste HSV-Großchance machte Holstein-Torhüter Thomas Dähne in der 54. Minute reaktionsschnell gegen Robert Glatzel zunichte. Auch in der Folgezeit konnten die Hamburger ihre klaren Feldvorteile nicht in Tore ummünzen.

Nach dem Zünden von Pyro durch HSV-Fans wurde die Partie kurz nach Spielbeginn für zehn Minuten unterbrochen. Wegen der Rauchentwicklung schickte Schiedsrichter Daniel Schlager beide Mannschaften vorübergehend in die Kabinen. HSV-Trainer Tim Walter und Sportvorstand Jonas Boldt gelang es unterdessen, beruhigend auf den HSV-Anhang einzuwirken.

SC Paderborn 07 - Karlsruher SC 2:2 (1:1)

Der Karlsruher SC nähert sich weiter nur in kleinen Schritten der "magischen" 40-Punkte-Marke. Die Badener kamen trotz Überzahl im Mittelfeld-Duell beim SC Paderborn nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und haben damit 39 Zähler auf dem Konto.

Kai Pröger (30.) brachte Paderborn in Führung, Marvin Wanitzek (36.) glich mit seinem neunten Saisontor aus. Dann verloren die Hausherren Abwehrchef Uwe Hünemeier (47.) nach grobem Foulspiel an Benjamin Goller, Philipp Hofmann (69.) nutzte die Überzahl gegen seinen Ex-Klub zu seinem 50. Tor im 100. Pflichtspiel für die Badener. Maximilian Thalhammer (84.) glich für Paderborn aber noch aus. 9652 Zuschauer in der Benteler-Arena sahen ein munteres Spiel. Hofmann (4.) hatte früh eine gute Chance, beide Teams suchten schnell den Weg in die Tiefe. Pröger verpasste das 1:0 zunächst knapp (12.).

Nach einer weiteren guten Gelegenheit für den KSC durch Marc Lorenz (20.) behielt Pröger bei einem Konter gegen gleich vier Karlsruher kühlen Kopf und traf. Das 1:1 fiel nach einem Missverständnis zwischen SC-Torwart Jannik Huth und Hünemeier. Bei Hofmanns Treffer musste der Videobeweis her und stellte klar: Der Ball war hinter der Linie. Thalhammer schloss einen schönen Angriff in Unterzahl erfolgreich ab.

SV Sandhausen - Dynamo Dresden 2:1 (1:0)

Der SV Sandhausen hat einen riesengroßen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Das Team von Trainer Alois Schwartz setzte sich im Kellerduell gegen Dynamo Dresden vor 6012 Fans mit 2:1 (1:0) durch. Mit dem achten Saisonsieg vergrößerte Sandhausen den Vorsprung auf die Dresdner, die den Relegationsrang belegen, auf sechs Punkte.

Den Führungstreffer für den SVS erzielte Dario Dumic (7.). Die Vorarbeit kam von Dennis Diekmeier, der den Fans vor Anpfiff eine freudige Nachricht mitgeteilt hatte: In einer Videobotschaft verkündete der Kapitän die Verlängerung seines Vertrages um zwei weitere Jahre. Das 2:0 besorgte Erik Zenga (48.), ehe die Dresdner durch Tim Knipping (65.) noch zum Anschlusstreffer kamen. In der Schlussphase drängte Dynamo vergeblich auf den Ausgleich.

Von Beginn an entwickelte sich im Stadion am Hardtwald ein hart umkämpftes Spiel, in dem beide Teams verbissen um jeden Ball und Meter kämpften. Symbolisch dafür stand die Rudelbildung kurz vor dem Halbzeitpfiff, bei dem zahlreiche Spieler aufeinander losgingen. In der Nachspielzeit vergaben die Gastgeber gleich zweimal die vorzeitige Entscheidung zum 3:1.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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