Fußball

Als Erstes wartet Trainersuche Hecking soll den 1. FC Nürnberg reanimieren

32c84526629b520eeb79c3ef007a6fcd.jpg

Auf Hecking warten viele Aufgaben.

(Foto: imago images/Eibner)

Ein Rückkehrer ist der große Hoffnungsträger beim 1. FC Nürnberg. Dieter Hecking übernimmt den Krisenverein als neuer Sportvorstand. Der frühere Pokalsieger-Coach will für Aufbruchstimmung sorgen. Zuerst einmal hat er aber jede Menge zu tun.

Dieter Hecking soll den krisengeplagten Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg als neuer Sportvorstand wieder nach oben führen. Der 55-Jährige unterschrieb beim neunmaligen deutschen Meister einen Dreijahresvertrag. "Wir haben viel Arbeit vor uns - und was wir jetzt brauchen ist Aufbruchsstimmung. Ich hoffe, dass alle mitziehen", sagte Hecking, zuletzt Trainer des Hamburger SV.

Er werde bei "der neuen Herausforderung all meine Erfahrungen, die ich in 30 Jahren Bundesliga als Spieler und Trainer gesammelt habe, einbringen und künftig voranmarschieren, damit der Club wieder bessere Zeiten erlebt", ergänzte der studierte Sportmanager, der erstmals in seiner Karriere als Vorstand arbeitet. Auf Hecking, der von 2009 bis 2012 bereits Trainer in Nürnberg war, wartet eine schwere Aufgabe. Er muss nun bei den finanziell angeschlagenen Franken, die den Absturz zuletzt nur ganz knapp verhindert hatten, möglichst schnell einen neuen Coach finden.

Interimstrainer Michael Wiesinger übernimmt wieder die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums. Als Favorit auf den vakanten Posten wird bereits Markus Weinzierl (45), der 2019 beim VfB Stuttgart entlassen worden war, gehandelt. Auch Dimitrios Grammozis (zuletzt Darmstadt) wird genannt. Ob der FCN zudem einen Sportdirektor installiert, ist noch offen. Martin Przondziono (51, zuletzt in Paderborn tätig) gilt als Kandidat.

"Bestmögliche Wahl getroffen"

Die Erwartungen an Hecking sind jedenfalls groß. Man freue sich, "einen derart renommierten und hoch angesehen Fußball-Fachmann wie Dieter Hecking für unseren Klub gewonnen zu haben", betonte FCN-Aufsichtsratschef Thomas Grethlein. Neben Hecking, der Nachfolger des glücklosen Robert Palikuca wird, war auch noch Benjamin Schmedes vom VfL Osnabrück im Gespräch gewesen. Der 35-Jährige sagte jedoch ab.

"In den letzten Tagen haben wir zahlreiche intensive Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt. Das gehört zu einer seriösen Beurteilung bei der Findung des richtigen Sportvorstands dazu", sagte Grethlein: "Am Ende sind wir überzeugt, die bestmögliche Wahl getroffen zu haben."

In der vergangenen Saison waren die von Palikuca geholten Trainer Damir Canadi und Jens Keller gescheitert. In der Relegation gegen den Drittligisten FC Ingolstadt (2:0, 1:3) war die Rettung im Rückspiel erst in buchstäblich letzter Minute gelungen. Hecking und der HSV hatten vor knapp drei Wochen nach dem erneut verpassten Aufstieg ihre Zusammenarbeit beendet. Beim Club arbeitete er drei Jahre lang erfolgreich als Trainer, er rettete die Franken 2010 über die Relegation vor dem Abstieg aus der Bundesliga und erreichte danach die Plätze sechs und zehn.

Quelle: ntv.de, Thomas Niklaus, sid