Fußball

Bayern schlechte Verlierer? Heynckes spricht von "Missverständnis"

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Torwart Manuel Neuer (Mitte) gehört zu den Wenigen, die die Siegerehrung der Frankfurter auf dem Platz beobachtete.

(Foto: picture alliance / Peter Kneffel)

Eintracht Frankfurt gewinnt überraschend das DFB-Pokalfinale. Anstatt der Siegerehrung beizuwohnen, entscheidet sich der Großteil der Bayern-Profis für den Gang in die Kabine. Ihr Trainer verteidigt das Verhalten.

Trainer Jupp Heynckes hat nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (1:3) dem Vorwurf widersprochen, dass Bayern München ein schlechter Verlierer sei. "Das war wirklich ein Missverständnis", sagte Heynckes über die Szenen vor der Pokalübergabe durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an den Sieger.

Statt Spalier für die Hessen zu stehen, waren die Münchner fast geschlossen in der Kabine verschwunden. "Ich hätte erwartet, dass ein Verantwortlicher des FC Bayern oder des DFB uns mitteilt, so lange zu warten, bis der Pokal überreicht ist", führte Heynckes nach seinem letzten Spiel als Coach weiter aus: "Ich habe da in dem Moment überhaupt nicht dran gedacht, sonst hätte ich meine Mannschaft aufgefordert, zu bleiben." Einige Spieler seien ja geblieben, ebenso Sportdirektor Hasan Salihamidzic, betonte Heynckes.

Weltmeister Mats Hummels sagte, er sei "bestimmt schon ein-, zweimal in meiner Karriere" vorzeitig in die Kabine gegangen: "Aber das hatte nie was mit Respektlosigkeit zu tun." Diesmal sei es so gewesen, "dass wir fast reingeleitet wurden. Einer hat den Anfang gemacht - und alle anderen sind wie eine Entenfamilie hinterher gedackelt."

Vor 74.322 Zuschauern im stimmungsvollen Berliner Olympiastadion hatte Ante Rebic (11. Minute) den deutschen Fußball-Meister aus München früh das erste Mal düpiert. Nach dem Ausgleich durch Robert Lewandowski (53.) sprach vieles für einen Sieg der überlegenen Bayern, bis Rebic erneut zuschlug (82.). Kurz vor Schluss machte Joker Mijat Gacinovic dann mit seinem Schuss ins leere Tor alles klar (90.+6).

Quelle: n-tv.de, fzö/sid/dpa

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