Fußball

Vierter Fall in wenigen Monaten Hertha-Profi Boetius erhält Diagnose Hoden-Tumor

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Boetius (blaues Trikot) beim Spiel in Mainz am vergangenen Freitag.

(Foto: IMAGO/Matthias Koch)

Schon wieder erhält ein Bundesliga-Spieler die Diagnose Hoden-Tumor. Erneut trifft es dabei einen Profi aus dem Kader von Hertha BSC. Mittelfeldspieler Jean-Paul Boetius wird sich noch in dieser Woche einer Operation unterziehen. Geschäftsführer Fredi Bobic zeigt sich verhalten optimistisch.

Bundesligist Hertha BSC muss auf unbestimmte Zeit auf Mittelfeldspieler Jean-Paul Boetius verzichten. Bei dem 28-Jährigen wurde ein Tumor im Hoden diagnostiziert. Er wird sich noch in dieser Woche einer Operation unterziehen. Der ehemalige Mainzer ist der vierte Bundesliga-Spieler innerhalb weniger Monate, der die Diagnose Hoden-Tumor erhalten hat.

"So bitter diese Nachricht im ersten Moment auch ist, wir sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass Jean-Paul wieder gesund wird und schnellstmöglich in unseren Kreis zurückkehrt", wurde Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic in der Vereinsmitteilung zitiert. "Bis zu seiner Rückkehr bekommt er von uns jede erdenkliche Unterstützung. Wir werden als Hertha-Familie eng zusammenstehen und wünschen ihm nur das Beste."

Boetius war im Sommer vom FSV Mainz zu Hertha BSC gewechselt. Der Niederländer kam für den Hauptstadtklub in dieser Saison in sechs von sieben Bundesliga-Spielen zum Einsatz. In zwei Spielen stand er in der Startelf. Ein Treffer war ihm bislang nicht vergönnt.

Richter ist zurück auf dem Platz

Boetius ist bereits der zweite Hertha-Spieler, der in dieser Saison die Diagnose Hoden-Tumor erhalten hat. Stürmer Marco Richter kämpfte sich nach einer Operation im Sommer 2022 in kürzester Zeit zurück ins Team und erzielte im dritten Spiel nach seiner Rückkehr seinen ersten Treffer.

"Das ist natürlich eine packende Geschichte, wie Marco damit umgegangen ist. Und das ist die Krönung mit diesem Traumtor heute", sagte Trainer Sandro Schwarz nach Richters Treffer beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen Mitte September. Auch Gästekeeper Lukas Hradecky konnte sich den Emotionen nicht entziehen. "Keinem gönne ich das mehr als Marco Richter, so ein Tor zu machen", sagte der Finne nach dem Treffer aus 25 Metern.

Baumgartl auch, Haller noch nicht

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Auch Timo Baumgartl hat seine Krankheit mittlerweile überwunden. Der Verteidiger von Union Berlin kehrte am vergangenen Wochenende auf den Platz zurück. Beim 2:0 gegen den VfL Wolfsburg stand er in der Startformation und wurde nach rund einer Stunde mit stehenden Ovationen ausgewechselt. "Ich habe mir das ausgemalt während der Chemotherapie, während der schwersten Momente meines Lebens", sagte Baumgartl nach seiner Rückkehr vier Monate nach seiner Hodentumor-OP.

Noch lange nicht so weit ist Sébastien Haller. Der Rekordeinkauf von Borussia Dortmund erhielt noch vor seinem ersten Testspiel für den BVB die Diagnose Hoden-Tumor und befindet sich seither in Behandlung. Beim Champions-League-Spiel der Borussia gegen Kopenhagen Anfang September besuchte er erstmals das Westfalenstadion. Wann Haller jedoch als Spieler für den BVB auflaufen kann, ist bislang noch ungeklärt.

Quelle: ntv.de, sue

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