Fußball

Zukunft des WM-Helds noch unklar Holland-Legende wird neuer Trainer von Götze

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Ruud van Nistelrooji (m.) wird beim Abschiedsspiel von Rafael van der Vaart von Louis van Gaal (l.) und Robin van Persie (r.) eingerahmt.

(Foto: imago images/MIS)

Der deutsche Erfolgscoach Roger Schmidt verlässt PSV Eindhoven am Ende dieser Saison. Der ehemalige Bundesliga-Coach heuert bei Benfica Lissabon an und lässt Weltmeister Mario Götze in den Niederlanden zurück. Der bekommt nun einen neuen Trainer. Auch der kennt sich in der Bundesliga aus.

Der frühere niederländische Fußball-Nationalstürmer Ruud van Nistelrooij wird ab der neuen Saison Trainer der PSV Eindhoven und tritt dort die Nachfolge von Roger Schmidt an. Der 45-Jährige erhält einen Vertrag bis Sommer 2025, wie der niederländische Top-Club mitteilte. Schmidt hatte seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert und verlässt die PSV. Nach "Kicker"-Informationen steht der frühere Leverkusener Bundesliga-Coach vor einem Engagement bei Benfica Lissabon. Schmidt und die Benfica-Verantwortlichen hätten bereits mehrere Gespräche geführt, eine Unterschrift soll unmittelbar bevorstehen.

"Es war schon immer mein Traum, Cheftrainer der PSV zu werden", sagte van Nistelrooij, der zwischen 1998 und 2001 für Eindhoven 62 Tore erzielte. 2012 hatte van Nistelrooij seine Karriere beendet. Bei Eindhoven war der frühere HSV-Spieler Stürmertrainer der PSV-Akademie und Assistenztrainer der ersten Mannschaft. Zudem coachte er die U19, bevor er im vergangenen Sommer die U21 übernahm. Bei der EM 2020 verstärkte van Nistelrooij, der zwischen 2010 und 2011 insgesamt zwölf Tore in 36 Spielen für den Hamburger SV erzielt hatte, als Assistent den Trainerstab. Bereits zwischen 2014 und 2016 hatte er bei Oranje mitgearbeitet.

Nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison hat die PSV mit dem deutschen Ex-Weltmeister Mario Götze in dieser Spielzeit noch gute Chancen im Meisterschaftsrennen, spielt im Pokalfinale gegen Ajax Amsterdam und ist auch in der Europa Conference League noch dabei.

Zukunft von Götze noch offen

Was der Wechsel auf der Trainerposition für die Karriere von Mario Götze bedeutet, ist noch offen. In zwei gemeinsamen Jahren hatte Schmidt auch Mario Götze aus einem Karrieretief zurück ins Blickfeld von Bundestrainer Hansi Flick geführt. An der Bedeutung Schmidts hatte Götze keine Zweifel gelassen: "Für mich als Spieler ist der Trainer die wichtigste Personalie im Fußball", sagte Götze jüngst "Sports Illustrated". Ob die Trennung von Schmidt Auswirkungen auf seine eigene sportliche Zukunft hat, konnte er noch nicht sagen.

Er wolle schauen, wie es sich entwickele, erst mal gehe es darum, die aktuelle Saison möglichst erfolgreich zu beenden. "Ich habe mir immer auf die Fahne geschrieben, dass ich unbedingt die Champions League gewinnen möchte", sagte Götze. Deswegen wolle er in Europa auf dem höchsten Niveau spielen - "vorzugsweise in Italien oder Spanien. Die Premier League mit ihrer extrem ausgeglichenen Liga reizt mich auch." Nach schwierigen Jahren beim FC Bayern München und bei Borussia Dortmund wechselte der damals vereinslose Götze im Oktober 2021 nach Eindhoven. Dass er dort seine Lockerheit und den Spaß wiedergefunden hat, hängt auch entscheidend mit Trainer Schmidt zusammen. Der frühere Coach von Bayer Leverkusen vertraut Götze und gibt dem Ausnahme-Fußballer den Rückhalt, den er braucht.

Zusätzlich profitiert Götze nach eigenen Angaben von einer neuen und zentraleren Rolle in Schmidts System in dieser noch jungen Spielzeit. "Die neue Position kommt mir zugute. Ich kann im Zentrum mehr auf das Spiel einwirken und so meinen Teil zu unserem Erfolg beitragen", sagte Götze, der noch bis 2024 in Eindhoven unter Vertrag steht, der "Sport Bild".

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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