Fußball

Bahn reagiert auf Gewalt im Fußball Hooligans müssen draußen bleiben

Regelmäßig kommt es in Zügen der Deutschen Bahn vor und nach Fußballspielen zu Übergriffen auf Personen und erheblichen Sachbeschädigungen. Damit soll jedoch nun Schluss sein: Für einzelne, gewaltbereite Hooligans gilt fortan ein Beförderungsverbot.

Die Deutsche Bahn verbietet gewaltbereiten Hooligans die Zug-Anreise zu Fußballspielen. Ein Bahn-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Demnach sollen zunächst 200 bis 300 Betroffene per Brief darüber informiert werden, dass sie von der Beförderung ausgeschlossen sind. Hintergrund ist demnach die hohe Zahl von Gewalttaten bei der Anreise zu Spielen.

"Gezielt erkannte Gewalttäter erhalten von uns ein Beförderungsverbot zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter", sagte Bahn-Sicherheitschef Gerd Neubeck dazu der "BamS". "Für Rädelsführer und Wiederholungstäter gilt künftig: Wir müssen draußen bleiben", zitierte das Blatt den Chef des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann.

"Starke Präventionswirkung"

Ein Bahn-Sprecher wies darauf hin, es gehe hier um Hooligans, die der Polizei bereits bekannt seien und daher auch erkannt würden - spätestens bei der Kontrolle im Zug. Wenn jemand dort trotz Verbots erwischt werde, gebe es wirksamere Möglichkeiten zum Eingreifen als ohne Verbot. Die Bahn erhoffe sich von der Maßnahme eine "starke Präventionswirkung".

Laut "BamS" registrierte die Bundespolizei in der vergangenen Saison beim Bahnreiseverkehr von Fußballfans 2321 Straftaten, davon 669 Gewaltdelikte. Dabei seien 392 Menschen verletzt worden, darunter 149 Polizisten und 131 unbeteiligte Reisende. Der Bahn-Sprecher wies allerdings auch darauf hin, dass die meisten derjenigen, die mit der Bahn zu den Spielen fahren, "ganz nette Fußballfans" seien, gegen deren Mitreise das Unternehmen nichts einzuwenden habe.

Quelle: ntv.de, jja/AFP

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