Fußball

"Zum Verrücktwerden" Juve muss sich nach Spektakel kräftig sorgen

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Cristiano Ronaldo garantiert Tore, verhindern müssen sie aber andere.

(Foto: REUTERS)

Das erste Spitzenspiel der Serie A ist gleich ein atemberaubendes. Neapel gelingt gegen Juventus eine unglaubliche Aufholjagd. Am Ende steht Turin aber mal wieder als Gewinner da, offenbart aber Probleme. Jetzt könnte noch ein großer Name auf dem Zettel des Meisters stehen.

Gonzalo Higuaín kam verschwitzt vom Spielfeld und schnaufte: "Es war eine Achterbahnfahrt." Der Stürmerstar von Juventus Turin brachte die irre Partie gegen seinen ehemaligen Klub auf den Punkt. Italiens Rekordmeister gewann am Samstag beim ersten Spitzenspiel der Saison zwar gegen den SSC Neapel, aber nur durch ein Eigentor des unglücklichen Napoli-Verteidiger Kalidou Koulibaly, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit ein Eigentor schoss. Endstand, 4:3.

"Wir lagen klar vorne und dachten, keine Niederlage zu erleiden und dann ist ein bisschen Angst eingetreten", sagte Vize-Coach Giovanni Martusciello, der Trainer Maurizio Sarri vertrat. Der neue Chefcoach kuriert derzeit eine Lungenentzündung aus, beobachtete das Spiel gegen seinen Ex-Klub allerdings vom Publikum aus. Auch Napoli-Trainer Carlo Ancelotti war wenig begeistert, und daran war nicht nur das Eigentor schuld. "Eine Stunde lang haben wir gar nichts getan", sagte der Ex-Bayern-Trainer. "Mein Urteil wäre auch nicht bei einem 3:3 anders ausgefallen."

Juventus "vom Glück geküsst" - und mit Sorgen

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"Juve, zum Verrücktwerden" titelte die "Gazzetta dello Sport". "Das Glück küsst Juventus", schreibt die Zeitung "La Repubblica". Drei Tore lag Juventus vorne, der Sieg schien so gut wie sicher: Neuzugang Danilo (16. Minute) und Higuain (19.) brachten die Gastgeber im Allianz Stadion in der Anfangsphase mit 2:0 in Führung. Cristiano Ronaldo sorgte mit seinem Treffer für die vermeintliche Vorentscheidung (62.). Doch Kostas Manolas (66.) und Hirving Lozano (68.) brachten die Elf von Ancelotti mit einem Doppelschlag wieder heran. Giovanni Di Lorenzo glich zum 3:3 aus (81.).

Und dann das Missgeschick: "Das Eigentor tut weh, weil es nach einer unglaublichen Aufholjagd kam", twitterte der reuige Koulibaly. Doch das Match offenbarte auch Schwachpunkte bei Juve. Zum Beispiel, dass der für eine Rekordsumme von Ajax Amsterdam gekommene Abwehrspieler Matthijs de Ligt noch große Eingewöhnungsprobleme hat. Umso beunruhigender, dass Juventus für längere Zeit auf seinen Verteidiger-Altstar Giorgio Chiellini verzichten muss, der mit einem Kreuzbandriss nur zuschauen konnte.

Aus Italien gerüchtet derweil, dass der 2014er-Weltmeister Boateng als ein möglicher Ersatzkandidat beim italienischen Meister gilt. Die Verantwortlichen des FC Bayern, Boatengs aktuellem Arbeitgeber, hatten dem Verteidiger jüngst ein Preisschild umgehängt: Für 25 Millionen Euro sei man bereit, ihn ziehen zu lassen. Eine Summe, die auf potenzielle Interessenten sicher nicht abschreckend wirkt. Bis Montagabend um 18 Uhr müsste der Wechsel über die Bühne sein, dann schließt sich das Transferfenster.

Quelle: n-tv.de, ter/sid

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