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Sport
Abschied von Davide Astori: Gianluigi Buffon.
Abschied von Davide Astori: Gianluigi Buffon.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 08. März 2018

Nach dem Coup von Wembley: Juventus trauert um Davide Astori

Juventus Turin nimmt sich nicht viel Zeit, um das Erreichen des Viertelfinals in der Champions League gegen Tottenham zu feiern. Schließlich gibt es Wichtigeres als Fußball. Die Spieler trauern in Florenz um ihrem plötzlich verstorbenen Kollegen Davide Astori.

Wenige Stunden nachdem die "Löwen von Wembley" Englands Fußball-Heiligtum gestürmt hatten, war der Viertelfinal-Einzug in der Champions League für die Spieler von Juventus Turin wieder ganz weit weg. Angeführt von Torwartlegende Gianluigi Buffon und Trainer Massimiliano Allegri nahm eine Delegation des italienischen Rekordmeisters an der Beerdigung des plötzlich verstorbenen Nationalspielers Davide Astori in Florenz teil.

Mittwochabend in Wembley.
Mittwochabend in Wembley.(Foto: imago/PA Images)

Zuvor hatte Abwehrchef Giorgio Chiellini dem am Sonntag im Alter von 31 Jahren tot aufgefundenen Kollegen den 2:1 (0:1)-Sieg bei Tottenham Hotspur gewidmet. "Er ist an diesem Tag in unseren Gedanken. Ich habe oft geweint. Es war schwierig, an das Spiel und den Ausgang zu denken", sagte er bei BT Sport. Astori wurde in Wembley mit einer Schweigeminute gedacht, die Spieler beider Teams trugen Trauerflor.

"Das war für die ganze Fußballwelt, nicht nur in Italien, ein Schock", sagte der deutsche Nationalspieler Sami Khedira. "Ich kannte ihn in erster Linie als fairen und starken Gegenspieler. Wie ich aus den Erzählungen meiner Kollegen erfahren habe, war er ein großartiger Mensch. Sein Verlust schmerzt uns alle. In solchen Tagen rückt der Fußball in den Hintergrund." Auch dann, wenn die "Leoni di Wembley" just Großes geschafft hatten, wie es die "Gazzetta dello Sport" formulierte. "Wir haben eine große Siegermentalität gezeigt und ich denke, das macht Juventus aus", sagte Khedira über den Erfolg nach 0:1-Rückstand.

"Wembley liegt Juve zu Füßen"

Die italienische Altherren-Truppe bewies erneut: Im Rennen um Europas Krone ist Erfahrung die härteste Währung. "Wir haben große Siegermentalität gezeigt, das macht Juventus aus", sagte Khedira, "in solchen Spielen hilft uns der unbedingte Wille und die Fülle an Spielern, die die Erfahrung haben, auch solche Spiele noch zu drehen, extrem weiter. Das hat den Unterschied ausgemacht. Jetzt sind wir voll drin im Wettbewerb und im Kampf um den Titel."

Das Potenzial dazu hat Juve. Manchmal scheint es gar so, als wäre der eklige Zerstörungsfußball der Italiener das einzig wirksame Mittel gegen die Künstler von Real Madrid und des FC Barcelona. "Wir sind es gewohnt, diese Spiele zu spielen, wir gehen da mit klarem Kopf rein", sagte Trainer Allegri. 31 Jahre im Schnitt betrug das Alter der Juve-Startelf, die auch nach einer schwachen ersten Hälfte (2:12 Torschüsse) und dem 0:1 durch den früheren Bundesliga-Profi Heung-Min Son (39.) stand hielt. Gonzalo Higuain (64.) auf Vorlage von Khedira und Paulo Dybala (67.) trafen für den Tabellenzweiten der Serie A.

Das reichte nach dem 2:2 im Hinspiel. Die heimische Presse feierte die Altstars um Torhüter Buffon. "Wembley liegt Juve zu Füßen", schrieb der "Corriere", die "Gazzetta" konstatierte: "Vor dem drohenden Champions-League-Aus zeigt sich Juve tödlich wie eine Kobra." Khedira, der sein 100. Pflichtspiel für Juve bestritt, wurde als "für den Sieg entscheidend" gelobt.

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Quelle: n-tv.de