Fußball

Ex-DFB-Coach freut sich auf 2022 Klinsmann erwartet "WM der Extraklasse"

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Jürgen Klinsmann macht sich keine Sorgen über das Gelingen der Wüsten-WM 2022 in Katar.

(Foto: imago images / Pressefoto Baumann)

Nach der Leichtathletik-WM in Doha ist die Fußball-WM 2022 in Katar umstrittener denn je. Einer will sich aber nicht bei den Bedenkenträgern einreihen: Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann erwartet "eine WM der Extraklasse". Ein anderer DFB-Promi hat eine politische Vision.

Anders als viele Kritiker der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist Jürgen Klinsmann voller Vorfreude auf das Turnier in knapp drei Jahren. "Ich denke, dass die WM, die vor der Tür steht, eine WM der Extraklasse wird", sagte der ehemalige Nationalspieler und DFB-Teamchef am Rande eines Legendenspiels gegen Italien (3:3) am Montagabend in Fürth. "Ich glaube, dass es sich die gesamte Region dort nicht nehmen lassen will, der Welt zu zeigen, was sie drauf hat", ergänzte der 55-Jährige. Die Leichtathletik-WM zuletzt in Doha war geprägt von extremen Temperaturen und heftigem Zuschauermangel.

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Berti Vogts hätte die WM gerne auf mehrere Staaten verteilt.

(Foto: imago images/Patrick Scheiber)

Die Entscheidung für das Emirat sei so getroffen worden und nun habe sich Katar jede Unterstützung verdient, meinte Klinsmann. "Ich kann es wirklich kaum erwarten. Ich denke, es wird ein wundervolles Erlebnis." Er erinnerte daran, dass es auch vor der WM in Russland Bedenken gab, das Turnier dann aber "phänomenal" gewesen sei. Das sei auch in Katar möglich. "Man muss dem Land die Chance geben, sich zu zeigen und zu präsentieren. Und wer weiß, vielleicht wird es die beste WM aller Zeiten. Ich denke, die Leute haben es sich verdient." Wegen der großen Hitze im Sommer findet die Weltmeisterschaft vom 21. November bis 18. Dezember 2022 statt.

"Tolle Stadien, tolles Business"

Einige Manager der Bundesliga hatten zuletzt ihr Unverständnis über die WM-Vergabe wiederholt. Berti Vogts sorgt sich indes um die Fans und deren Freizeit im Wüstenstaat. Der ehemalige Welt- und Europameister sowie Bundestrainer (72) hätte es besser gefunden, das Turnier auf mehrere Golfstaaten wie Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar aufzuteilen - auch wenn das politisch kaum möglich ist. "Das ist das Problem", sagte er dazu in Fürth. "Ich hätte erwartet, dass die Fifa das durchsetzt. In den Emiraten gibt es tolle Stadien, tolle Hotels, tolles Business. Ich hätte es besser gefunden, wenn man diese Region für eine Fußball-Weltmeisterschaft benutzt hätte."

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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