Fußball

Man City patzt, Vorsprung wächst Klopp kämpft nur noch mit Rekordbüchern

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Da kann man nur applaudieren ...

(Foto: REUTERS)

Der FC Liverpool stürmt dem Meistertitel in der englischen Premier League entgegen. Und niemand stellt sich dem Team von Trainer Jürgen Klopp in den Weg. Selbst Verfolger Manchester City hält einen Rekordabstand - auch, weil Nationalspieler Ilkay Gündogan am Elfmeterpunkt schwächelt.

Der Vorsprung ist gigantisch, der Meistertitel nur noch eine Frage der Zeit - und geht es nach Jürgen Klinsmann, könnte sich Jürgen Klopp schon entspannt eine wohlverdiente Auszeit am Strand gönnen. "Liverpool ist uneinholbar, normalerweise kann der Kloppo schon in Urlaub gehen und muss nur noch ein bisschen Champions League spielen", zitierte die "Bild"-Zeitung den Trainer des Bundesligisten Hertha BSC.

Nach dem 4:0 (0:0) des FC Liverpool gegen den FC Southampton dürften viele in der Premier League Klinsmanns Ansicht sein. Klopp stürmt mit den Reds dem ersten Meistertitel seit 30 Jahren mit riesigen Schritten entgegen, aufzuhalten scheint er schon lange nicht mehr - auch wenn der Teammanager wie gewohnt entschlossen auf die Euphoriebremse trat. "Es ist nicht so, dass ich glaube, wir sind nah dran an etwas Besonderem", mahnte der 52-Jährige: "Wir sind nicht perfekt, nicht einmal annähernd perfekt, aber es ist uns egal, ob wir perfekt sind."

Man City patzt bei Tottenham

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(Foto: imago images/PA Images)

Die Zahlen sprechen aber eine ganz andere Sprache. Stolze 22 Punkte beträgt der Rückstand von "Verfolger" Manchester City bereits - nie zuvor war der Vorsprung eines Spitzenreiters in der englischen Premier League größer. Begünstigt wurde der Rekordvorsprung durch die bittere Niederlage von Teammanager Pep Guardiola mit Man City gegen seinen Dauerrivalen José Mourinho.

Die Mannschaft des spanischen Startrainers verlor bei Tottenham Hotspur trotz bester Chancen 0:2 (0:0) und ließ die Reds weiter enteilen. In einer intensiven Begegnung vergab Nationalspieler Ilkay Gündogan einen Foulelfmeter (40.) - der Schiedsrichter hatte den Strafstoß erst knapp zwei Minuten nach dem Foulspiel nach einem Hinweis des Video-Assistenten gegeben. Neuzugang Steven Bergwijn (63.) bei seinem Debüt für Tottenham und Heung-Min Son (71.) sorgten für den Prestigeerfolg. Zuvor hatte City-Verteidiger Oleksandr Sintschenko (60.) die Gelb-Rote Karte gesehen.

Liverpool ist auf dem Weg in die Geschichtsbücher

Die Frage ist daher nicht mehr, ob Liverpool den Titel holt - es geht nur noch darum, wann dies passiert und welche weiteren Rekorde Klopps Team auf dem Weg dorthin noch bricht.Da wäre etwa der Ligarekord der Citizens (100 Zähler) aus der Saison 2017/18, oder die 49 Punktspiele ohne Niederlage in Folge des FC Arsenal aus den Jahren 2003 und 2004. Liverpool ist jedenfalls auf dem besten Weg in die Geschichtsbücher. Seit 42 Ligaspielen sind Klopp und seine Spieler nicht mehr besiegt worden, 73 von 75 möglichen Punkten holten die Reds in dieser Spielzeit. Saisonübergreifend haben sie in den vergangenen 34 Punktspielen sogar 100 der zu vergebenden 102 Zähler gewonnen.

Diese Zahlen drücken nur eines aus: pure Dominanz! Und doch gibt sich Klopp ganz bescheiden. Eine Siegesserie wie die des Champions-League-Gewinners habe Klopp zwar "noch nie gesehen", ein Gefühl der Unbesiegbarkeit entwickle sich deshalb aber noch lange nicht. "Es ist nicht so", erzählte Klopp, "dass ich mich nach jedem Sieg immer stärker fühle" - ganz im Gegenteil: "Ich bin ein sehr optimistischer Mensch, aber nicht vor einem Fußballspiel. Mein Hauptgefühl vor dem Spiel war Besorgnis." Es ist nicht davon auszugehen, dass Mahner Klopp die restlichen 13 Spiele nach der zweiwöchigen Winterpause anders angehen wird.

Der FC Liverpool ist quasi uneinholbar vorn. Dahinter aber mischt Leicester City weiter oben mit - als Tabellendritter der Premier League ärgerte der Klub am Samstag auch den Verfolger FC Chelsea. Wie schon im Hinspiel erreichten die Blues nur ein Unentschieden, diesmal ein 2:2.

Quelle: ntv.de, ara/sid