Fußball

Geduld gefordert dank Ronaldo Klopp verzweifelt nah an der "Herzattacke"

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Klopp erlebte gegen Brighton & Hove Albion keinen guten Nachmittag.

(Foto: IMAGO/Shutterstock)

Der FC Liverpool verliert im Titelrennen der Premier League immer mehr den Anschluss. Jürgen Klopp wirbt fast verzweifelt um Geduld, sagt aber auch, man "muss es beenden", wenn er nicht mehr der richtige Trainer für die Reds wäre. Ausgerechnet Ronaldo und Messi machen ihm Mut.

In seiner Not suchte Jürgen Klopp Halt bei den größten Fußballern der Gegenwart. "Glaubt ihr, Cristiano Ronaldo strotzt gerade vor Selbstvertrauen? Bei Lionel Messi war es vergangene Saison ähnlich. Es passiert uns allen", sagte der Teammanager über die Misere beim FC Liverpool. Doch wie es die Stars schon so oft vorgemacht haben, will auch Klopp zurückkommen - so schnell wie möglich.

"Einzelsportler können da alleine durchgehen, im Mannschaftssport muss man es zusammen tun", sagte er, "es könnte komplizierter sein." Doch vor dem wichtigen Spiel in der Champions League gegen die Glasgow Rangers (Dienstag, 21 Uhr/DAZN) wird er von den Geistern der Vergangenheit geplagt. Beim 3:3 am Samstag gegen Brighton & Hove Albion taten Klopp regelrecht die Augen weh. "Es war schrecklich, wirklich furchtbar anzuschauen", klagte er, das Unentschieden habe sich für ihn "wie eine Niederlage" angefühlt. Die Lage erinnere ihn an seine holprige Anfangszeit bei den Reds, wo selbst bei einer Führung "jederzeit alle eine Herzattacke" bekommen konnten.

"Dann muss man es beenden"

Klopp selbst war auf der Achterbahnfahrt gegen Brighton mehrmals nah dran. Seine Elf verwandelte einen 0:2-Rückstand auch dank zweier Tore von Roberto Firmino in ein 3:2. Doch dann traf Brightons Leandro Trossard zum dritten Mal - und Klopp mitten ins Herz. Liverpool hat bereits elf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Arsenal, dem nächsten Gegner in der Premier League. Es folgt der Kracher gegen Manchester City mit Tor-"Monster" Erling Haaland, in der Königsklasse muss Liverpool im Doppelpack gegen die Rangers punkten. "Die Jungs können viel besser spielen. Meine Aufgabe ist es, das aus ihnen herauszukitzeln", sagte Klopp.

Ist er dafür der richtige Mann? "Ich bin hier im Moment noch am richtigen Ort, hundertprozentig", hatte er vor dem Brighton-Spiel bei Sky gesagt, allerdings mit dem Zusatz: "Und wenn nicht, dann muss man es beenden. Es wäre ja doof, wenn man das nicht machen würde." Aber, betonte er, "alle Beteiligten sehen das nicht". Doch von sieben Ligaspielen gewann der Vize-Meister nur gegen Bournemouth und Newcastle. In der vergangenen Saison hatte Liverpool zum selben Zeitpunkt fünf Punkte mehr und war ungeschlagen. Die Gründe für die Ergebniskrise? Klopp verwies auf den Umbruch im Kader und die jüngste Verletzungsmisere.

Was er so schrecklich fand? "Wir standen nicht tief, haben aber auch nicht hoch angegriffen. Wir waren irgendwo dazwischen", schimpfte der 55-Jährige. Und jetzt? "Wir sind unter Druck, das ignorieren wir nicht. Wir vergrößern den Druck nicht täglich, aber er ist da." Auch auf ihn.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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