Fußball

Elfer-Verlängerung für HSV Köln-Keeper Horn avanciert zum Pokalhelden

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Timo Horn hält geich drei Elfmeter hintereinander.

(Foto: dpa)

Zwei Favoriten kommen in der ersten Runde des DFB-Pokals gerade so mit einem blauen Auge davon: Sowohl der Hamburger SV als auch Wiederaufsteiger 1. FC Köln müssen bis ins Elfmeterschießen nachsitzen. Der MSV Duisburg macht dagegen schon früh alles klar.

Chemnitzer FC - Hamburger SV  5:6 (2:2, 2:2, 0:0) i.E.

Der Hamburger SV hat nach dem Wirbel um Bakery Jatta im brisanten Pokalspiel beim Chemnitzer FC die Nerven behalten und den drohenden Erstrunden-K.-o. mit Mühe verhindert. Der Zweitligist setzte sich beim Drittliga-Aufsteiger trotz eines zweimaligen Rückstandes mit 6:5 im Elfmeterschießen durch und blieb auch im dritten Pflichtspiel unter Neu-Trainer Dieter Hecking ungeschlagen. Nach 120 spannenden Minuten hatte es 2:2 (2:2, 0:0) gestanden.

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Adrian Fein verwandelte den entscheidenden Elfmeter.

(Foto: imago images / Picture Point LE)

Im Elfmeterschießen hielt HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes zunächst gegen Clemens Schoppenhauer, ehe der Chemnitzer Sören Reddemann weit über den Kasten schoss. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Adrian-Markus Fein. In der regulären Spielzeit hatten Dejan Bozic (57.) mit einem verwandelten Handelfmeter und Matti Langer (68.) vor 13.130 Zuschauern im Stadion An der Gellertstraße den CFC jeweils in Führung gebracht, Lukas Hinterseer (62.) und Sony Kittel (75.) für den HSV jeweils ausgeglichen.

SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Köln 2:3 (3:3, 2:2, 0:2) i.E.

Schwach begonnen, kurz geglänzt, wieder nachgelassen und am Ende doch gejubelt: Mit ganz viel Schatten und wenig Licht ist der 1. FC Köln in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesliga-Aufsteiger gewann die Zitterpartie beim Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 2:0) gestanden.

FC-Torwart Timo Horn wurde mit drei gehaltenen Elfmetern zum Held des Abends. Trotz des Erfolges hat Köln eine Woche vor dem Ligastart beim VfL Wolfsburg noch viel Arbeit vor sich. Jhon Cordoba (39.) erzielte per Kopf die Führung für den viermaligen Pokalsieger, der drei der letzten vier Vorbereitungsspiele verloren hatte. Mit einem herrlichen Seitfallzieher erhöhte Florian Kainz (42.) noch vor der Pause. Ebenfalls mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten glich Jeremias Lorch (53./56.) aber für den Außenseiter aus. In der Verlängerung brachte FC-Joker Louis Schaub (107.) sechs Minuten nach seiner Einwechslung den Favoriten erneut in Front, ehe Daniel Kyereh (118.) das Elfmeterschießen erzwang.

MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth 2:0 (2:0)

Fußball-Drittligist MSV Duisburg hat im DFB-Pokal für eine kleine Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht zog durch ein 2:0 (2:0) gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth zum zweiten Mal hintereinander in die zweite Runde ein und wusste dabei einmal mehr in der noch jungen Saison zu überzeugen.

Lukas Daschner (4.) und Tim Albutat (14.) machten den dritten Pflichtspielsieg des Zweitligaabsteigers in Folge perfekt. Bei den Gästen stand der ehemalige Duisburger Havard Nielsen erstmals in der Startformation. Der norwegische Neuzugang hatte in der vierten Minute die Führung der Franken auf dem Fuß, die vor der Pause noch eine gute Gelegenheit durch Julian Green hatten, der aber nur das Aluminium traf. In der 45. Minute hatte Fürths Kapitän Marco Caligiuri Glück, dass er nach einem brutalen Foul an Moritz Stoppelkamp nur die Gelbe Karte sah.

Quelle: n-tv.de, ara/sid

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