Fußball

Abstieg für Effzeh rückt näher Köln scheitert früh kläglich und geht spät K.o.

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Die Leiden des Schützen nach dem Elfmeter.

(Foto: dpa)

Der Pausenrückstand schien so gut wie aufgeholt - doch der 1. FC Köln vergibt kläglich den Elfmeter zum Ausgleich. In der Schlussphase zählt der Treffer zum Unentschieden nicht, dann holt der SC Freiburg zum Doppelschlag aus. Der Effzeh nähert sich damit dem Abstieg.

Die Chancen des 1. FC Köln auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga sind nach einer bitteren Niederlage weiter gesunken. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel verlor gegen den SC Freiburg 1:4 (0:2) und bleibt auch nach dem 32. Spieltag auf einem Abstiegsplatz. Bei noch zwei verbleibenden Spielen gegen Hertha BSC und Schalke 04 steht Köln mit dem Rücken zur Wand.

Gegen Freiburg leistete sich der FC zu Beginn unerklärliche Aussetzer. Zwischen den Gegentoren durch Nils Petersen (18.) und Ermedin Demirovic (20.) lagen gerade einmal 140 Sekunden. "Das Ergebnis ist scheiße. Die erste Halbzeit hat uns das Spiel gekostet", schimpfte FC-Kapitän Jonas Hector bei DAZN: "Es ist extrem bitter."

Im zweiten Durchgang erhöhte Köln den Druck und kam durch Sebastian Andersson (49.) zum Anschluss. Doch Ondrej Duda (61.) vergab die große Chance auf den Ausgleich, als er bei seinem Foulelfmeter wegrutschte und den Ball über das Tor schoss. Für die Entscheidung sorgten Vincenzo Grifo (90.+3) und Jonathan Schmid (90.+6).

Dabei hätte Köln durchaus selbstbewusst in dieses so wichtige Spiel gehen können. Zuletzt hatte Funkels Team mit Siegen gegen RB Leipzig und beim FC Augsburg überzeugt und vermeintlich Schwung aufgenommen. Doch wirkte Köln zunächst merkwürdig lethargisch und lud Freiburg zu Toren ein - obwohl sich knapp 250 Fans vor dem Stadion versammelt hatten und den FC lautstark anfeuerten. Vor dem 0:1 verlor der zuletzt starke Ellyes Skhiri leichtfertig den Ball, wenig später stand es nach einer weiteren Unachtsamkeit in der Defensive bereits 0:2.

Hectors Arm verhindert den Ausgleich

Unmittelbar danach ordnete Schiedsrichter Marco Fritz eine Trinkpause an. Doch Funkel, offensichtlich konsterniert wegen des Spielverlaufs, nutzte die Unterbrechung nicht, um seine Mannschaft wachzurütteln. Stattdessen stand der Coach mit verschränkten Armen schweigend neben seinen trinkenden Spielern. So änderte sich am Spielverlauf nichts. Köln spielte zu langsam, ungenau und ohne Ideen, Freiburg hatte so keine Probleme, den Vorsprung zu verwalten. Bei einer Chance von Roland Sallai (40.) wäre sogar der dritte Treffer möglich gewesen.

Im Vorfeld des Spiels war bekannt geworden, dass Peter Stöger nicht zur neuen Saison Trainer des FC wird. Im Fokus steht nun Steffen Baumgart, der den SC Paderborn im Sommer verlassen wird und verfügbar wäre. Bis dahin soll Funkel den FC zum Klassenerhalt führen - was jedoch trotz der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang eine extrem schwierige Aufgabe bleibt. Funkel versuchte es nach der Pause mit einer Systemumstellung, brachte den schnellen Ismail Jakobs. Und der U21-Nationalspieler zeigte prompt seine Qualitäten: Seine Hereingabe drückte Andersson über die Linie.

Der Treffer zeigte Wirkung, plötzlich gewann Köln die Zweikämpfe, zwang Freiburg zu Ballverlusten und erhöhte den Druck, doch das hohe Risiko barg auch Gefahren für Konter, die Freiburg zunächst nicht effektiv nutzte. Beim Foulelfmeter hatte Duda großes Pech, aber auch danach stemmte sich Köln gegen die Niederlage. Ein Treffer von Jan Thielmann (90.+1) zählte aber nicht, da Jonas Hector den Ball vorher mit dem Arm gespielt haben soll. Danach traf Freiburg sogar doppelt, das Ende aller Effzeh-Hoffnungen auf Zählbares.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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