Fußball

Jedes Spiel ein Endspiel Köln verweigert Stöger die Jobgarantie

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Peter Stöger soll zuletzt seinem Fitnesstrainer das Vertrauen entzogen haben.

(Foto: imago/osnapix)

Der 1. FC Köln hält an Trainer Peter Stöger fest - noch. Der Fußball-Bundesligist kann die Augen nicht vor den Fakten verschließen: Nach 13 Spieltagen stehen gerade einmal zwei Punkte auf der Habenseite. Das Duell mit Schalke 04 könnte zum Entscheidungsspiel werden.

Für Peter Stöger geht es am Samstag beim FC  Schalke 04 (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n.tv.de) offensichtlich um seinen Trainerjob beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln. Geschäftsführer Alexander Wehrle verweigerte im Interview mit dem "Kölner Stadt Anzeiger" eine Jobgarantie für den Österreicher, der einen Rücktritt kategorisch ausschließt.

"Über so etwas rede ich doch nicht schon vorher. In der derzeitigen Lage ist klar: Wir schauen von Spiel zu Spiel. Ich wünsche mir, dass wir auf Schalke erfolgreich sind", sagte Wehrle. Der 42-Jährige betonte aber, dass er zu Stöger "ein sehr offenes und vertrauensvolles Verhältnis" habe. Spannungen soll es derweil im Trainerstab geben: Nach Medien-Informationen hat Stöger dem Fitness-Coach Benjamin Kugel das Vertrauen entzogen. "Es ist eine zwischenmenschliche Geschichte. Ich habe ihm fachlich überhaupt keine Vorwürfe gemacht. In so einer Krise passieren solche Dinge", sagte Stöger dem Kölner "Express".

Obwohl der dreimalige deutsche Fußball-Meister nur zwei Punkte nach 13 Spielen aufweist, glaubt Wehrle noch an eine Wende zum Guten: "Wir müssen jedes Spiel als Endspiel ansehen. Ich wehre mich dagegen, in Lethargie zu fallen und eine Saison abzuhaken, in der noch 21 Partien zu spielen sind. So lange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles dafür tun, um das schier Unmögliche möglich zu machen."

Wehrle bestätigte zudem, dass der FC nach wie vor an einer Verpflichtung von Horst Heldt interessiert ist, der als Sportchef die Nachfolge von Jörg Schmadtke antreten soll. "Wir haben ein Gespräch mit Horst Heldt geführt, und es war für beide Seiten ein sehr positives. Wir warten jetzt ab und geben nicht so schnell auf." Er sehe durchaus Chancen, sagte Wehrle, obwohl sowohl 96-Vereinspräsident Martin Kind als auch Hannovers Aufsichtsratschef und Altkanzler Gerhard Schröder den Kölnern eine Absage erteilt haben.

Für den Fall eines Abstiegs sieht Vize-Präsident Toni Schumacher den FC derweil deutlich besser aufgestellt als beim Absturz in die zweite Liga vor fünf Jahren. "Damals war der Klub verschuldet und stand nicht weit entfernt vom Aus", sagte Schumacher dem "Kicker". "Heute ist es komplett anders. Jetzt stimmt fast alles, leider fehlt aber das Entscheidende: sportlicher Erfolg."

Quelle: n-tv.de, jgu/sid/dpa

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