Fußball

Türkei hat Sommerurlaub, Irland juchzt Kroaten & Tschechen buchen EM

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Halil Altintop verpasste mit der Türkei die EM-Qualifikation.

(Foto: REUTERS)

Das mutmaßliche Abschiedsspiel von Guus Hiddink als türkischer Nationaltrainer endet torlos. In Zagreb verpasst die Türkei mit einer Nullnummer gegen Kroatien die EM-Qualifikation deutlich. Wie die Kroaten bei der Euro 2012 dabei sind Tschechien und Giovanni Trapattonis Iren.

Die Türkei hat das Fußball-Wunder von Zagreb verpasst und Kroatien das Ticket für die EM-Endrunde 2012 überlassen müssen. Vier Tage nach dem blamablen 0:3 in Istanbul kamen die Türken im Playoff-Rückspiel nicht über ein 0:0 hinaus. Während Nationaltrainer Guus Hiddink damit so gut wie sicher seinen Platz auf der Bank des WM-Dritten von 2002 räumen muss, dürfen sich die Kroaten über ihre vierte Teilnahme an einer EM-Endrunde freuen.

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Petr Jiracek beseitigte in Montenegro alle Zweifel an der tschechischen EM-Qualifikation.

(Foto: REUTERS)

Ebenfalls für die EM qualifiziert ist die tschechische Fußball-Nationalmannschaft. Der Europameister von 1976 gewann das Rückspiel der Playoffs in Montenegro mit 1:0 (0:0). Bereits das Hinspiel in Prag hatten die Tschechen, für die es die fünfte EM-Teilnahme in Folge seit 1996 ist, mit 2:0 für sich entschieden. Petr Jiracek (81.) traf in Podgorica für die Mannschaft von Trainer Michal Bilek.

Für Irland beseitigte Stephen Ward (32.) im Duell mit Fußballzwerg Estland letzte Restzweifel an der EM-Qualifikation für das Team von Trainer-Altmeister Giovanni Trapattoni. Das Konstantin Vassiljev (57.) noch der Treffer zum 1:1-Endstand gelang, konnten die Iren nach dem 4:0-Hinspielsieg in Estland verschmerzen. An der zweiten EM-Teilnahme einer irischen Mannschaft nach 1988 änderte der Ehrentreffer des Außenseiters nichts mehr.

Pfostenschuss nach sieben Minuten

Im Zagreber Maksimir-Stadion hätten die Türken vor 31.000 Zuschauern beinahe einen Traumstart erwischt. Doch Selcuk Inan traf in der siebten Minute mit einem Distanzschuss nur den Pfosten, Angreifer Kazim Kazim konnte auch den Abpraller nicht im Tor versenken und damit eine eventuelle Aufholjagd einleiten.

Nach der Schrecksekunde übernahm Kroatien aber immer mehr die Kontrolle. Das Team des ehemaligen Bundesliga-Profis Slaven Bilic konnte jedoch ebenfalls eine Großchance vor der Pause nicht nutzen. Mario Mandzukic vom VfL Wolfsburg, der genau wie sein Münchner Sturmkollege Ivica Olic im Hinspiel getroffen hatte, schoss aus zehn Metern freistehend weit übers Tor.

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Gescheitert: Guus Hiddink verpasste mit der Türkei alle Ziele.

(Foto: REUTERS)

"Es ist fast unmöglich, das noch zu schaffen", hatte der 65 Jahre alte Niederländer Hiddink vor dem vielleicht letzten Spiel seiner Trainerkarriere gesagt - und angeblich bereits mit Abfindungsverhandlungen mit dem türkischen Verband begonnen.

Auch nach der Pause ließen die Kroaten nichts anbrennen. Neben Mandzukic und Olic, der ab der 62. Minute für den Dortmunder Ivan Perisic Platz machte, waren noch die Bundesliga-Legionäre Danijel Pranjic (Bayern München) und Gordon Schildenfeld (Eintracht Frankfurt) im Einsatz. Die Türken mit Ömer Toprak (Bayer Leverkusen), Gökhan Töre (Hamburger SV) und dem ehemaligen Bayern-Profi Hamit Altintop (Real Madrid) mühten sich vergeblich.

Quelle: n-tv.de, sid

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