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Bayern prüfen Sané-Alternativen Läutet "Plan Dembélé" Transferoffensive ein?

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Robert Lewandowski und Ousmane Dembélé standen sich in der Bundesliga bereits gegenüber. Gehen beide in der kommenden Saison gemeinsam auf Torejagd?

(Foto: imago/DeFodi)

Liebe auf den zweiten Blick? Von Tag zu Tag wird es fraglicher, ob dem FC Bayern die Verpflichtung von Wunschspieler Leroy Sané gelingt. So wenden sich die Verantwortlichen des Rekordmeisters offenbar Ousmane Dembélé zu. Beide Parteien haben eine gemeinsame Vergangenheit.

Uli Hoeneß kostete dieses Eingeständnis einige Überwindung. "Bei Dembele müssen wir Dortmund zugestehen, dass sie früher an den richtigen Leuten dran waren", sagte der Präsident von Bayern München Ende August 2017, als Ousmane Dembele gerade für die Bundesliga-Rekordsumme von 105 Millionen Euro plus Boni von der Borussia zum FC Barcelona gewechselt war. Mit etwas Verspätung könnte der französische Fußball-Weltmeister nun aber doch noch beim deutschen Rekordmeister landen.

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An der Seite von Superstar Lionel Messi gelang Dembélé noch nicht der ganz große Durchbruch beim FC Barcelona.

(Foto: imago images / DeFodi)

Weil sich die erhoffte Verpflichtung von Wunschspieler Leroy Sané schwierig gestaltet, prüfen die Bayern laut "Sport Bild" aktuell einen Plan B - mit Dembélé! Der 22-Jährige, der bei Barça den brasilianischen Superstar Neymar nach dessen Weltrekord-Transfer zu Paris St. Germain beerben sollte, ist bei seinem Traumverein nie richtig glücklich geworden. Spanischen Medien zufolge soll Dembélé vor wenigen Tagen bei den Barça-Verantwortlichen vorstellig geworden sein und vom Interesse anderer Klubs berichtet haben. Die Antwort der Bosse: Nein! Doch inzwischen hat sich die Lage etwas geändert. Weil Barça neben dem erwarteten Kauf von Weltmeister Antoine Griezmann (Atletico Madrid/120 Millionen Euro) offenbar auch mit Neymar Einigung über eine Rückkehr aus Paris erzielt hat, könnte für Dembele dort bald kein Platz mehr sein.

Aber will er denn nach München? 2016 sagte er den Bayern ab, weil er sich "noch nicht bereit für den Schritt zu Bayern oder Barcelona fühlte", wie der damalige Kaderplaner Michael Reschke sich später erinnerte. Dass er - wie von Hoeneß angedeutet - mit dem falschen Berater verhandelt habe, wies er zurück, auch aus Dembélés Umfeld wurde dies inzwischen dementiert.

"Robbery" blockierten Youngster

Die Bayern hätten den Youngster von Stade Rennes früh als "Granate" identifiziert, sagte Reschke, "aber der Spieler selbst hat erklärt, dass er nur zu Borussia Dortmund möchte" - weil er keinen Weg vorbei sah am Münchner Traumduo "Robbery", das 2016 noch voll im Saft stand. Aus demselben Grund nahmen die Bayern damals Abstand von einem Sané-Transfer. Man könne einen 50 Millionen Euro teuren Spieler nicht "für ein Jahr einsalzen und sagen, der ist für nächste Saison gedacht", sagte Hoeneß.

Jetzt sind "Robbery" verabschiedet, Sané aber ist noch teurer - und offenbar nicht vollauf überzeugt, Manchester City zugunsten der Bayern aufzugeben. Bei Dembélé könnte das Finanzielle einen Transfer erschweren. Als er vor zwei Jahren bei Barça bis 2022 unterschrieb, wurden als Ablöse für den Fall eines vorzeitigen Abschiedes utopische 400 Millionen Euro festgeschrieben, die SPanier selbst hatten 105 Millionen Euro nach Dortmund überwiesen, aus denen durch Bonuszahlungen noch bis zu 148 Millionen werden könnten. Alternative könnte eine Leihe sein. Konkurrenz erwächst den Bayern aus Paris, wo Trainer Thomas Tuchel an seinen früheren BVB-Schützling als Neymar-Nachfolger denken soll. Auch deshalb verfolgen die Münchner einen weiteren Plan: Das Interesse an Callum Hudson-Odoi ist ungebrochen - angeblich sogar unabhängig von der Entwicklung in Sachen Sané oder Dembélé.

Quelle: n-tv.de, Marco Mader, sid

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