Fußball

Stammplatz-Garantie abgelaufen? Löw streicht Neuer von seiner DFB-Setzliste

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Bei der WM 2018 war Manuel Neuer noch die klare Nr. 1 im DFB-Team. 2019 soll das Leistungsprinzip gelten - und auch Marc-André ter Stegen zum Zug kommen.

(Foto: REUTERS)

Seit 2010 ist Manuel Neuer im DFB-Tor gesetzt, seit 2016 ist er auch DFB-Kapitän. Ersteres könnte sich nun ändern, deutet Bundestrainer Joachim Löw an und macht dem ungeduldigen Herausforderer Marc-André ter Stegen Hoffnung: "Am Ende zählt immer die Leistung."

Sinneswandel beim Fußball-Bundestrainer: Joachim Löw hat seinem Kapitän Manuel Neuer überraschend den Status als unumstrittene Nummer Eins im DFB-Team entzogen und einen Konkurrenzkampf um den Stammplatz im deutschen Tor eröffnet. "Ich habe vergangenes Jahr gesagt, dass momentan Manuel Neuer die Nummer Eins ist, auch, weil er der Kapitän ist. Aber in diesem Jahr haben wir einen kleinen Neubeginn. Marc wird bei der EM-Quali seine Chancen bekommen", sagte der Bundestrainer am Rande des Clásicos zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona mit Herausforderer Marc-Andre ter Stegen (0:1) bei DAZN.

"Ja, logischerweise gibt es den", sagte Löw über den Konkurrenzkampf, "am Ende zählt immer die Leistung." Beide Torhüter spielten "auf einem super Niveau. Dieses Jahr werden wir sehen, was passiert. Marc wird auf jeden Fall auch ein paar Spiele bekommen."

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Dann kann sich der frühere Gladbacher empfehlen - so wie er es  auch am Samstagabend beim 1:0 (1:0) mit Barca wieder tat. Das Länderspieljahr startet mit einem Test am 20. März in Wolfsburg gegen Serbien, ehe vier Tage darauf die EM-Qualifikation mit einem Spiel beim Erzrivalen Niederlande in Amsterdam beginnt.

Der seit Monaten überragende ter Stegen hatte zuvor einen "Umbruch auf der Torwartposition" der deutschen Nationalmannschaft gefordert und angekündigt, "Druck" auf Neuer ausüben zu wollen. Löw bezeichnete die Worte des 26-Jährigen als "völlig okay, weil es kein Frontalangriff auf Manuel oder uns Trainer war". Der frühere Gladbacher ter Stegen habe "seine Ansprüche angemeldet und das auch zu Recht, weil er sich in den letzten zwei bis drei Jahren zu einem super Torwart entwickelt hat." Für den Bundestrainer eine Luxussituation: "Wir sind glücklich, dass wir in Deutschland zwei Weltklasse-Torhüter haben."

Vor wenigen Wochen hatte der Bundestrainer im Aktuellen Sportstudio des ZDF noch erklärt, dass "Manuel Neuer bis zur EM unsere Nummer Eins sein wird, falls nichts Außergewöhnliches passiert". Nun sagte Löw: "Die EM ist im Juni kommenden Jahres, da haben wir noch viel Zeit."

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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