Fußball

Alles für den WM-Titel Löws DFB-Elf lobt sich selbst

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Neulich in Baku: Selbst Thomas Müller trifft wieder.

(Foto: REUTERS)

Nach dem souveränen Sieg in Baku ist die WM-Qualifikation für die DFB-Elf - wie auch schon zuvor - kein Thema mehr. Bundestrainer Joachim Löw rühmt besonders seine Führungskräfte. Etliche Stars wird er im Sommer für ein ganz großes Ziel schonen.

Die Nacht im Charterflieger war extrem kurz für die deutschen Fußball-Nationalspieler nach dem Pflichterfolg in Aserbaidschan. Um 5.04 Uhr am Montagmorgen setzte der Airbus 330 mit dem Namen "Siegen" auf dem Frankfurter Flughafen auf. Keine fünf Stunden konnten sich Matchwinner André Schürrle und seine Kollegen nach dem 4:1 (3:1) am Sonntagabend in der WM-Qualifikation in Baku auf ihren komfortablen Liegesitzen in der Business Class ausstrecken und die Augen schließen. Ausgeschlafen war nach der Landung keiner.

Auch Bundestrainer Joachim Löw kehrte übernächtigt zurück von der ersten Länderspielwoche des Jahres, die für ihn inklusive des 1:0-Testspielerfolges gegen England im Ergebnis "okay" war, wie er sagte. "Wir haben die Pflichtaufgabe absolut erfüllt - fünftes Spiel, fünfter Sieg", stellte Löw noch vor dem Rückflug aus Baku fest. Das Ticket zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland liegt für den Tabellenführer der Gruppe C zur Halbzeit der Qualifikationsrunde zum Abholen bereit.

"Natürlich tut das Vertrauen gut"

"Der Favoritenrolle sind wir bislang absolut gerecht geworden. Ich gehe davon aus, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen", sagte Thomas Müller, dem im Tofiq Bahramov Stadion schon das fünfte Tor in der laufenden WM-Ausscheidung gelungen war. Dazu trafen seine Offensivkollegen Schürrle und Mario Gomez. Besonders für Schürrle war sein Doppelpack ein schönes Erlebnis angesichts seiner schwierigen Situation bei Borussia Dortmund. Von einer "Erlösung" mochte der 26-Jährige nach seinen zwei Treffern aber ausdrücklich nicht sprechen. Er war vielmehr dankbar, dass der Bundestrainer ihn aufgestellt hatte. "Natürlich tut das Vertrauen gut, sehr gut. Und ich konnte es auch zurückzahlen. Das war eine gute Woche", resümierte Schürrle.

Löw sah sich bestätigt. "Ich hoffe, dass ihm das auch einen Schub gibt für die nächsten Wochen in Dortmund", äußerte der Bundestrainer. Löw verteilte aber auch "ein Kompliment" an seine Führungskräfte wie Ersatzkapitän Sami Khedira, Toni Kroos oder Torschütze Müller. Die würden auch in solchen Spielen wie in Aserbaidschan vorangehen: "Wenn ich zurückblicke, dann haben wir gegen die vermeintlich Kleinen die letzten acht, neun, zehn Jahre immer klar gewonnen. Im Gegensatz zu einigen anderen Nationen, die manchmal große Probleme in den Qualifikationen haben." Löw beeindruckt das professionelle Auftreten. Einige seiner Führungskräfte wird Löw erst im September wieder zu Länderspielen einladen.

Denn im Juni, wenn nacheinander ein Test in Dänemark, das Qualifikationsspiel gegen San Marino und der Confederations Cup in Russland anstehen, will er das Gros seiner Leistungsträger schonen. Mit einem Perspektivteam wird Löw zum Confed-Cup reisen, denn er ordnet alles einem Projekt unter: "Alles bei uns ist in der Mission, die wir angehen, auf eine Vision ausgerichtet, das ist die WM 2018. Den WM-Titel zu gewinnen, das ist mein und unser aller Ziel." Der erste Schritt, die Qualifikation für die Endrunde 2018, ist schon so gut wie erledigt.

Quelle: ntv.de, Klaus Bergmann und Arne Richter, dpa

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