Fußball

Turin spielt zu spät mit Lyon bringt Juve und Ronaldo ins Wanken

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Lucas Tousart macht in der 31. Minute das Siegtor für Lyon.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Als klarer Außenseiter in die Partie gestartet, gewinnt Olympique Lyon das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League verdient gegen den Favoriten Juventus Turin. Die Italiener wachen zu spät auf und Lyon hält am Ende einer extrem hektischen Schlussphase stand.

Superstar Cristiano Ronaldo droht in der Champions League auch im zweiten Anlauf mit Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin das vorzeitige Aus im Achtelfinale. Die "Alte Dame" unterlag ohne den nach einer Knie-OP noch fehlenden Ex-Nationalspieler Sami Khedira im Hinspiel beim französischen Vertreter Olympique Lyon 0:1 (0:1). Damit steht Juventus, das im Vorjahr in seiner ersten Königsklassen-Saison mit Ex-Weltfußballer Ronaldo im Viertelfinale ausschied, im Rückspiel am 17. März unter erheblichem Druck.

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Matchwinner für Lyon, das sich in der Vorrunde hinter Bundesliga-Herbstmeister RB Leipzig für die Runde der besten 16 qualifiziert hatte, war der künftige Berliner Lucas Tousart. Der 22-Jährige, den Bundesligist Hertha BSC schon in der Winterpause für 25 Millionen Euro von Lyon gekauft und danach bis zum Saisonende an den Tabellensiebten der Ligue 1 zurückverliehen hatte, erzielte nach 31 Minuten den Siegtreffer für die Gastgeber.

Ronaldo hofft auf sechsten Titel

In der Summe geht der Sieg vor allem aufgrund der starken ersten Hälfte von Lyon in Ordnung. Da schafften die Franzosen es immer wieder, gefährlich in die Hälfte von Juve vorzudringen. Turin hingegen mangelte es an Tempo - den Franzosen gelang es fast über die gesamte Spielzeit, Juventus nicht zum Abschluss kommen zu lassen. Und obwohl es in der um fünf Nachspielminuten verlängerte Schlussphase noch einmal hektisch wurde, fehlte Juve die entscheidende Durchschlagskraft, um in Lyon doch noch das wichtige Auswärtstor zu erzielen. In der 84. Minute forderte die "Alte Dame" nach einem vermeindlichen Foul an Ronaldo noch einmal Strafstoß, doch Schiedsrichter Jesus Gil Manzano aus Spanien ließ sich von Ronaldos Schimpferei nicht von seiner Entscheidung abbringen.

CR7 hofft weiter auf seinen insgesamt sechsten Triumph in der Champions League. Vor seinem Wechsel von Real Madrid nach Turin, das in der Gruppenhase ein Stolperstein für Bundesligist Bayer Leverkusen war, hatte der portugiesische Europameister einmal mit dem englischen Rekordmeister Manchester United und später mit Real vier weitere Male Europas wichtigsten Vereinswettbewerb gewonnen.

Quelle: ntv.de, lgr/sid