Fußball

Chelsea siegt sich an die Spitze Man United stimmt sich auf Showdown ein

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Mason Greenwood bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen West Ham United.

(Foto: imago images/PA Images)

Manchester United wird mit einem Sieg im Rücken ins Gruppenfinale in der Champions League gehen. Vor dem Duell mit RB Leipzig holte das Team einen Rückstand auf. Pep Guardiolas Manchester City repariert weiter den schwachen Saisonstart. Chelsea führt mindestens eine Nacht die Premier League an.

Der englische Rekordmeister Manchester United hat eine erfolgreiche Generalprobe vor dem entscheidenden Champions-League-Duell bei RB Leipzig am Dienstag gefeiert. Die Mannschaft von Teammanager Ole Gunnar Solskjaer kam am Samstagabend bei West Ham United nach Rückstand noch zu einem 3:1 (0:1). Paul Pogba (65.) und Mason Greenwood (68.) mit einem Doppelschlag sowie Marcus Rashford (78.) sicherten den Erfolg, nachdem Tomas Soucek (38.) die Gastgeber in Führung gebracht hatte. In der Gruppe H der Königsklasse streiten sich vor dem letzten Vorrundenspieltag United, Paris St. Germain und Leipzig um die Plätze eins und zwei, die den Einzug ins Achtelfinale bedeuten. Alle drei Teams haben je neun Punkte auf dem Konto.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hatte vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern (3:3) auf die Bedeutung des Gruppenfinals hingewiesen: "Siege sind generell wichtig, idealerweise gewinnst du beide Spiele", sagte Nagelsmann. "Aber das wichtigere Spiel ist am Dienstag, das können wir nicht wiederholen." In der Liga kämen hingegen auch nach Samstag noch ein paar Partien. Gegen Manchester muss Leipzig gewinnen, um in jedem Fall in die K.o.-Runde einzuziehen.

Der FC Chelsea hat indes zumindest für eine Nacht die Tabellenführung in der englischen Premier League übernommen. Mit den deutschen Fußball-Nationalspielern Timo Werner und Kai Havertz in der Startelf siegten die Blues am Samstagabend 3:1 (1:1) gegen Aufsteiger Leeds United und schoben sich mit 22 Punkten vor Tottenham Hotspur und Titelverteidiger FC Liverpool (21), die beide erst am Sonntag spielen. Für Chelsea drehten die Franzosen Olivier Giroud (27.) und Kurt Zouma (61.) die Begegnung vor 2000 Zuschauern an der Stamford Bridge nach der Leeds-Führung durch Patrick Bamford (4.). Der Ex-Dortmunder Christian Pulisic (90.+3) setzte nach Werner-Vorlage den Schlusspunkt. Bei den Gästen musste Verteidiger Robin Koch früh mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden (9.). Der sechsmalige Meister aus West-London ist derweil seit neun Ligaspielen ohne Niederlage.

Manchester Uniteds Stadtrivale Manchester City stellte zuvor dank eines starken Kevin De Bruyne den Anschluss an die Spitzengruppe der Premier League her. Der ehemalige Bundesligaprofi war mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich am 2:0 (2:0) gegen den FC Fulham beteiligt. City konterte bereits nach fünf Minuten erfolgreich. De Bruyne passte im richtigen Moment auf Raheem Sterling, der die Führung erzielte. Mitte der ersten Halbzeit verwandelte der belgische Nationalspieler einen Foulelfmeter, nachdem Sterling zu Fall gekommen war (26.).

"Vermeiden von singen und schreien"

Seit diesem Wochenende dürfen auch wieder teilweise Zuschauer in die Stadien. Die Premier League hat die zurückkehrenden Fußballfans vor dem exzessiven Singen und Jubeln gewarnt. "Die Fans sollen sich freuen, aber trotzdem den Abstand zu Personen außerhalb ihrer sozialen Blase einhalten", hieß es in einem Statement: "Das Umarmen von anderen Fans sollte vermieden werden. Die Besucher werden gebeten, anderen Zuschauern respektvoll zu begegnen. Das beinhaltet auch das Vermeiden von exzessivem singen und schreien."

An diesem Wochenende dürfen erstmals seit März wieder Fans Spiele der Premier League besuchen. Am vergangenen Donnerstag beim 4:1-Sieg des FC Arsenals gegen Rapid Wien waren bereits 2000 Fans bei einem Europa-League-Spiel zugelassen. Wie viele Zuschauer in welches Stadion dürfen, richtet sich nach dem Infektionsgeschehen am Standort. Die Klubs wurden der Coronagefahr entsprechend drei Risikostufen zugewiesen. Die Höchstzahl von 4000 Fans wurde keinem Verein erlaubt, zehn spielen vor 2000 und zehn vor gar keinen Zuschauern.

Quelle: ntv.de, rpe/ter/dpa/sid