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Für den HSV absolvierte Mavraj 34 Bundesligaspiele.
Für den HSV absolvierte Mavraj 34 Bundesligaspiele.(Foto: imago/Oliver Ruhnke)
Freitag, 14. September 2018

Ex-HSV-Profi tritt verbal nach: Mavraj: Titz ist "menschlich ein Desaster"

Der ehemalige HSV-Spieler Mergim Mavraj und der aktuelle Trainer des Fußball-Zweitligisten aus Hamburg werden sicher keine Freunde mehr. Der Verteidiger teilt ordentlich gegen seinen Ex-Coach Christian Titz aus und wirft ihm systematische Ausbootung vor.

In unüblicher Schärfe hat der ehemalige HSV-Spieler Mergim Mavraj mit seinem Hamburger Trainer Christian Titz abgerechnet. "Menschlich ist dieser Trainer ein Desaster", sagte Mavraj der "Bild"-Zeitung mit Blick auf die zurückliegende Abstiegssaison, in der ihn Titz aus dem Kader des Bundesligisten verbannt hatte. "Als einer der Wenigen im gesamten Verein hat mir Herr Titz offenbar nicht mehr zugetraut, der Mannschaft helfen zu können", sagte Mavraj. Es sei das gute Recht eines Trainers einen Spieler auszusortieren - "es geht dabei nur um die Art und Weise".

Der Abwehrspieler war in der Winterpause 2016/2017 zusammen mit Kyriakos Papadopoulos zum akut abstiegsgefährdeten HSV gestoßen und feierte unter dem damaligen Trainer Markus Gisdol am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Unter Titz, der im März dieses Jahres als Coach an der Elbe übernahm, absolvierte Mavraj dann kein einziges Spiel mehr für die Hamburger. Inzwischen spielt er für den griechischen Erstligisten Aris Saloniki.

"Vielleicht muss ich mich entschuldigen"

"Es hatte ja fast schon System, mit den Spielern, die man nicht mehr brauchte, nicht zu sprechen. Nur war ich dabei eben noch mal ein Extremfall", sagte der 32-Jährige. "Vielleicht muss ich mich aber auch bei Herrn Titz entschuldigen. Dafür, dass Papadopoulos und ich unter Gisdol im Winter 2017 so eingeschlagen sind und er somit auf seinen heiß ersehnten Bundesliga-Job noch so lange warten musste."

Seinen Wechsel bereue er dennoch nicht. "Ich verbinde mit dem HSV nicht die letzten drei, vier Monate und erst recht nicht Christian Titz. Trotz aller Turbulenzen und trotz des bitteren Endes will ich die Zeit nicht missen. Die Dankbarkeit, dass ich Teil des erfolgreichen Klassenerhalts unter Markus Gisdol sein durfte, überwiegt."

Quelle: n-tv.de