Fußball

Dank an Ex-Trainer Tuchel Mbappé spricht aus, wozu PSG schweigt

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Mbappé verabschiedet sich von Tuchel - via Instagram.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Offiziell ist die Entlassung von Trainer Thomas Tuchel bei Paris St. Germain noch nicht, denn die Klub-Bosse schweigen. Doch der französische Nationalspieler Kylian Mbappé dankt dem Coach nun in einer Instagram-Botschaft - für ein "gutes Kapitel in der Geschichte des Klubs".

Der französische Topklub Paris St. Germain schweigt nach wie vor, aber Weltmeister Kylian Mbappé hat sich bereits von Trainer Thomas Tuchel verabschiedet. "So ist leider das Gesetz des Fußballs, aber niemand wird Ihre Zeit hier vergessen", schrieb der 22-Jährige bei Instagram: "Sie haben ein gutes Kapitel in der Geschichte des Klubs geschrieben, und ich danke Ihnen."

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(Foto: Screenshot: instagram.com/k.mbappe)

Einen Tag nach dem 4:0-Sieg von PSG gegen den Abstiegskandidaten Racing Straßburg hatten die französische Sport-Tageszeitung "L'Equipe", der Radiosender RMC und die "Bild" am Donnerstag von der Entlassung des 47-jährigen Tuchel berichtet. Der Vertrag des früheren Dortmunder und Mainzer Trainers wäre noch bis Mitte kommenden Jahres gelaufen.

Eine offizielle Stellungnahme des Klubs gab es auch am ersten Weihnachtstag nicht. Medien zufolge soll Sportdirektor Leonardo Tuchel am Heiligabend über den Schritt unterrichtet haben. Der frühere Mainzer und Dortmunder Bundesliga-Coach Thomas Tuchel hatte den Posten in der französischen Hauptstadt zur Saison 2018/19 übernommen. Paris holte unter Tuchel unter anderem zwei Meistertitel und erreichte in der vergangenen Spielzeit das Champions-League-Finale gegen den FC Bayern München (0:1).

Pochettino als Nachfolger geplant

In der laufenden Saison ist PSG um die Superstars Neymar, Mbappé und Angel di Maria in der Ligue 1 derzeit mit einem Punkt Rückstand auf Olympique Lyon und OSC Lille Tabellendritter. Im Achtelfinale der Champions League trifft Paris im Februar auf den FC Barcelona. Dann soll offenbar Mauricio Pochettino den Klub führen. Der Argentinier hatte von 2014 bis 2019 erfolgreich den englischen Verein Tottenham Hotspur trainiert.

Das Ziel der Eigentümer aus Katar ist der Gewinn der Champions League. Die Entscheidung der PSG-Bosse wurde einen Tag nach der Ausstrahlung eines Sport-1-Interviews mit Tuchel bekannt. Einige Passagen daraus sollen dem Verein stark missfallen haben, auch wenn der Klub laut "L'Équipe" intern versichere, die Entscheidung schon vorher getroffen zu haben. Tuchel hatte in dem Interview erzählt, er vermisse bei PSG die Anerkennung für seine Arbeit. "Es hat ein Spiel gefehlt zum Champions-League-Sieg. Und wir hatten nie so das Gefühl, dass wir die Leute jetzt auch mal überzeugt haben und sie unsere Leistung anerkennen. Es macht einen auch manchmal ein bisschen traurig oder sauer", sagte der Coach: "Hier ist auf jeden Fall eine extreme Erwartungshaltung im Klub und im Umfeld. Da hat man schon das Gefühl, dass die Wertschätzung dafür - gerade in der Liga - nicht so da ist, wie sie es zum Beispiel bei Bayern München ist. Das fehlt ein bisschen."

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid